Ein Swimmingpool im Garten – Kosten, Vorteile und Tipps

Wenn die Temperaturen die 30-Grad-Marke knacken und eine Hitzewelle die andere ablöst, gibt es keinen schöneren Ort für eine Erfrischung, als den Pool. Wenn dieser auch noch im eigenen Garten direkt vor der Haustüre liegt, gibt es für Groß und Klein kein Halten mehr – und der kühle Pool wird zum Zentrum für die Familie.

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Der Pool als Zentrum des Familienlebens im Sommer.

Badespaß vor der Haustüre – Die Vorteile des Swimmingpools

Die Vorteile eines eigenen Pools sind vielfältig. Eine Auswahl:

  • Sommerliche Erfrischung vor der Haustüre
    Der See ist eine Autofahrt entfernt, das Schwimmbad im Ort überfüllt – wer den Pool im eigenen Garten hat, kann jederzeit ganz ohne Anreise eine Erfrischung genießen oder seine Bahnen schwimmen. Wellness für Zuhause!
  • Die Kinder stets im Blick
    Ein eigener Pool ist für Kinder ein Highlight – keine Frage. Mit Gummi-Krokodil und Schlauchboot lassen sich ganze Tage im Wasser verbringen. Auch für die Eltern ist ein Pool praktisch: Die Kinder sind beschäftigt und außerdem hat man die Kleinen viel besser im Blick, als im öffentlichen Schwimmbad.

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    Die Kinder im Pool immer im Blick.

  • Motiviert Sportmuffel
    Wer sich erst in das örtliche Hallenbad quälen muss, um dort seine Bahnen zu ziehen, findet meist ganz viele Dinge, die noch dringend erledigt werden müssen. Hat man sein Wasser-Fitnesscenter jedoch direkt vor der Tür, gelten keine Ausreden mehr. Und tatsächlich ist es auch schön, frühmorgens seine Bahnen zu ziehen und sich dann an die Arbeit zu machen. Ein Swimmingpool direkt vor der Tür motiviert selbst Sportmuffel. Und wer mag, lädt Freunde ein und veranstaltet regelmäßig „Aqua-Zumba Partys“.
  • Schwimmen als ideales Training
    Schwimmen gilt als eine der gesündesten Sportarten überhaupt. Es schont die Gelenke, kräftigt die Muskeln und stärkt auf behutsame Art und Weise das Herz-Kreislauf-System. Ideal auch für Übergewichtige und ältere Menschen.
  • Paradies für die Familie
    Die Kinder planschen auf der Treppe, Mama macht ihre Gymnastikübungen und Papa liest auf dem Liegestuhl seine Zeitung – ein Pool wird schnell zum sommerliche Wellness Zentrum für die ganze Familie. Jeder macht, was ihm gefällt und trotzdem ist man zusammen, unterhält und entspannt sich…

Ist ein Schwimmbad noch immer Luxus? Die Kosten für den Pool

Die Kosten für den Swimmingpool hängen von der Art des Schwimmbads ab. Einfache, kleinere Fertigbecken oder Aufstell-Pools gibt es schon ab ca. 1.000 Euro, während man für die teuren, aber eleganten und langlebigen Edelstahlbecken mit mindestens 30.000 Euro rechnen muss. Nach oben hin gibt es kaum eine Grenze.

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Ein schöner Gartenpool nicht nicht billig, aber sein Geld wert!

Teuer sind nicht nur die Materialien für den Pool selbst, sondern u.U. auch das Ausleihen von Maschinen und Bagger, z.B. bei einem versenkten Schwimmbecken, und natürlich die Arbeitszeit für die Installation. Auch die Baugenehmigung kann durchaus einiges kosten, sofern sie nötig ist. Beim örtlichen Bauamt erfährt man, ob diese gebraucht wird. Bedenken sollte man auch die regelmäßig anfallenden Kosten für Wartung, diverse chemische Mittel, Reinigung etc.

Ein Überblick über die ungefähren Kosten diverser Pools:

  • Swimmingpool mit Stahlwand („Aufstellbecken) ab ca. 1.000 Euro
    Der Stahlwandpool ist ein klassische Schwimmbecken für Selbstbauer und die günstigste Pool-Variante. Ordentliche Modelle sind bereits ab ca. 1.000 Euro erhältlich. Rundbecken mit Stahlwand und einer Tiefe von weniger als 1,20 Meter können ohne Versenkung aufgestellt werden. Der Stahlwand-Pool eignet sich für begabte Heimwerker, die das Beckenmodell selbst montieren können. Die Einbau- bzw. Aufstellpools gibt es im Baumarkt als Set zu kaufen. Hier sollte man auf gute Materialqualität achten, genauso wie auf eine benutzerfreundliche Bedienungsanleitung und evtl. zusätzliche anfallende Kosten.
  • Swimmingpool aus GFK („Fertigpool“) ab ca. 5.000 Euro
    GFK-Pools sind robuste Fertigbecken aus glasfaserverstärktem Kunststoff. Erst wird eine Ausschachtung im Garten vorgenommen und anschließend das Becken eingesetzt. Anschlüsse, Pumpen etc. werden bereits vormontiert. Kauf, Lieferung und Installation kann innerhalb von zwei Wochen durchgeführt werden.

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    Fertigpools sind schnell eingebaut und sehr pflegeleicht.

    Ein gutes Beispiel sind die Schwimmbecken von Polyfaser, die in Design und Qualität neue Maßstäbe setzen.

  • Der Schwimmteich als selbstreinigendes Naturbecken ab ca. 10.000 Euro
    Für die Naturliebhaber unter den Plansch-Königen eignen sich selbstreinigende Naturbecken bzw. Schwimmteiche. Wer sich ein solches Natur-Schwimmbecken wünscht, braucht allerdings viel Platz im Garten und das nötige Kleingeld. Ein Naturpool sollten nur Profis anlegen – hier muss man sich also zwingend an einen Experten wenden. Dieser kann, etwa innerhalb eines Monats, einen Teich inklusive Bepflanzung anlegen. Auf die Flora muss hier besonders viel Wert gelegt werden, da erst die passenden Pflanzen für eine biologisch-natürliche Reinigung sorgen. Wesentlich ist auch eine ausgeglichene Sauerstoffzufuhr, die durch eine Pumpe gewährleistet wird.
  • Edelstahlbecken ab ca. 30.000 Euro
    Die eleganteste, aber zweifellos auch kostspieligste Variante des eigenen Pools im Garten ist das Edelstahlbecken. Neben einer wunderbaren Ästhetik bietet das Becken auch Flexibilität in der Gestaltung und Beständigkeit. Das Wasser im Edelstahlschwimmbad heizt sich deutlich schneller auf als beim herkömmlichen PVC-Pool – und hält die Wärme auch länger. Zudem sind sie leicht zu reinigen Der Nachteil des Edelstahlbeckens sind die hohen Kosten: Günstige Pools gibt es ab ca. 20.000 Euro, dazu kommen noch einmal 10.000 Euro für die Technik.

Stressfrei zum eigenen Pool – Die 10 besten Tipps

  1. Mit Experten zusammenarbeiten
    Für welche Pool-Variante man sich auch entscheidet, es lohnt sich, mit Experten zusammen zu arbeiten. Fachkenntnisse sind vor allem bei der Technik und Isolierung gefragt. Wer hier nicht schon von Beginn an in kompetente Planung investiert und das Projekt anschließend auch qualitätsvoll realisiert, kann danach böse Überraschungen erleben. Und bei Fehlern kann es richtig teuer werden. Viele Schwimmbadbau-Firmen bieten außerdem kompetenten Service und regelmäßige Wartung das ganze Jahr über.

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    Planen Sie den Pool gemeinsam mit dem Haus – so harmonieren beide perfekt!

  2. Budget festlegen
    Wie viel Geld kann für den Poolbau verwendet werden? Wie hoch dürfen die anschließenden laufenden Kosten ein? Erst wenn der Umfang des Budgets feststeht, sollte man sich für eine bestimmte Variante entscheiden. Außerdem ist es sinnvoll, einen bestimmten Betrag für unvorhergesehene Kosten miteinzuplanen.
  3. Langfristige Kosten bedenken
    Man sollte bedenken, dass Swimmingpools auch dann noch Kosten verursacht, wenn er komplett fertiggestellt ist. Ein Pool muss gewartet werden, es werden diverse Algenmittel etc. benötigt, es fallen Reparaturen an… Wer sich einen Pool in den Garten baut, muss bereit sein, auch langfristig Geld dafür auszugeben.
  4. Positionierung des Pools: Kein Schatten, keine Bäume, kein Wind
    Das Beheizen des Swimmingpools verursacht die höchsten Kosten. Deshalb empfiehlt es sich, den Pool in der sonnigsten Ecke des Gartens einzuplanen. Die Sonne ist die günstigste Energiequelle für den Pool! Nicht empfehlenswert ist eine Positionierung genau unterhalb von Bäumen: Zum einen verursachen sie Schatten, zum anderen verschmutzen Blätter und Nadeln Filter und Skimmer. Auch windige Stellen eignen sich nicht für den Pool. Dadurch weht Blattwerk in das Becken und das Wasser kühlt schnell aus. Außerdem lässt es sich an einem zugigen Ort auch nicht besonders angenehm schwimmen. Für Abhilfe sorgen evtl. immergrüne Hecken oder eine kleine Mauer.
  1. Größe
    Der Swimming Pool sollte nicht tiefer als 1,50 Meter sein. Darin kann man gut schwimmen, aber auch noch stehen und sich gemütlich unterhalten. Die Pool-Standardgröße liegt bei 8 x 4 Meter bei einer Tiefe zwischen 1,35 und 1,60 Metern. Darin können zwei Personen bequem Bahnen schwimmen. Wer mit einem Schwimmbadbau-Unternehmen zusammenarbeitet, kann die Poolgröße jedoch auch individuell festlegen. Für kleine Pools bietet sich der Einbau einer Gegenstromanlage an. Dadurch ist es möglich Bahnen zu schwimmen, ohne ständig Wenden zu müssen. Für Kinder sind Attraktionen und Poolzubehör wie Schwalldusche, Bodenstrudler oder Geysire der Hit.
  2. In eine hochwertige Abdeckung investieren
    Sparen Sie nicht bei der Abdeckung des Pools! Zum einen schützt die Abdeckung vor groben Verschmutzungen und Unfällen, zum andern verhindert eine hochwertige Abdeckung, dass Wasser verdunstet und der Pool auskühlt. Inzwischen gibt es auch spezielle Solar-Abdeckplanen, die Sonnenenergie für die Erwärmung des Beckens nutzen.
  3. Treppen sinnvoll planen
    Ein kühner Sprung – und schon landet man im kühlen Nass. Doch denken Sie daran, dass man den Swimmingpool im Garten gern auch wieder komfortabel verlassen würde. Der Ausstieg sollte zur Beckengröße passen. Rutschfeste Treppenstufen und Handläufe helfen, dass Groß und Klein sicher aus dem Schwimmbad gelangen.
  4. Sicherheit beachten
    Ein Schwimmbad ist auch eine Gefahrenquelle. Damit niemand reinplumpst, ist eine Abdeckung für das Becken wichtig. Poolbesitzer unterliegen auch einer Verkehrssicherungspflicht. Sie müssen also Vorkehrungen treffen, dass niemand anderes zu Schaden kommt. Ideal ist ein mindestens 1,20 Meter hoher Zaun um das Grundstück, damit niemand „zufällig“ zum Pool gerät. Weitere Schutzmaßnahmen betreffen die Ansaugöffnungen von z.B. Düsen. Sie sollten eine Fließgeschwindigkeit von 0,3 Metern pro Sekunde nicht überschreiben, die Gitter vor den Ansaugöffnungen dürfen keine großen Löcher (nicht über 8 mm) aufweisen. Auch Einbauleuchten sollten so montiert werden, dass sich Haare nicht darin verfangen können.
  5. Gartendusche
    Eine tolle Ergänzung zum Pool ist eine Gartendusche. Auch hier sind robuste Materialien die erste Wahl: Modelle aus Messing, Edelstahl, Aluminium garantieren Langlebigkeit. Viele Gartenduschen sind mobil und mit einem praktischen Drehbein oder Erdspieß ausgestattet, so dass sie einfach in den Rasen gesteckt und am Gartenschlauch angeschlossen werden können.
  1. Wasserpflege
    Um lange Freude mit einem Pool zu haben, ist die richtige Wasserpflege wichtig. Man unterscheidet die physikalische (Filtration und Umwälzung) von der mechanischen Reinigung (Bodensaugen, Bürsten). Lassen Sie sich vom Experten zeigen, wie Filter etc. gereinigt werden. Für die chemische Wasseraufbereitung spielen pH-Wert und Chlorgehalt eine wesentliche Rolle.

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    Der Pool sollte regelmäßig gepflegt werden!

    Wichtigste Pflegeschritte sind hierbei die pH-Wert-Regulierung, die Wasserdesinfektion (z.B. mit Chlordepot Tabs, Chlorquick Tabs und Chlorquick Gran), die Algenverhütung (Algenschutz und Winterschutzmittel) und die Flockung. Flockungsmittel vergrößern winzige Teilchen, damit diese gefiltert werden können. Die Pflegemittel gibt es im Fachhandel auch als Set zu kaufen.