Gartengestaltung – Drei Stile im Vergleich

Wer keinen hat, der träumt meist davon und wer ihn sein Eigen nennen darf, freut sich jeden Tag aufs Neue darüber: Gemeint ist der eigene Garten. Ein Garten kann als Rückzugsort und Ausgleich zum hektischen Alltag genutzt werden. Format.at erläutert, wie die Grünfläche zur Entspannung genutzt werden kann. Allerdings unterscheiden sich die Gärten in unterschiedlichen Stilen und Nutzen. Anbei werden drei verschiedene Gartenkonzepte und ihre jeweiligen Vor- und Nachteile näher beleuchtet.

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Der pflegeleichte Garten – Ideal für Kinder

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Der Garten eignet sich für Kinder und ist dementsprechend belastbar.

Wer wenig Muße oder Zeit für die Gartenarbeit mitbringt und die Freizeit viel lieber mit Entspannung im Grünen, Grillen mit Freunden oder Fußballspielen mit den Kindern verbringen will, sollte bei der Gestaltung des Gartens darauf achten, dass dieser sehr pflegeleicht ist.

Doch was bedeutet pflegeleicht eigentlich?

Gibt es wirklich den Garten, der einmal angelegt keine Arbeit mehr macht?

So einfach ist es leider nicht. Jedoch gibt es viele Kniffe, die angewandt werden können, damit sich der Arbeitsaufwand in Grenzen hält.

Wer einen pflegeleichten Garten anlegen will, sollte sich von exotischen Pflanzenwünschen verabschieden. Langsam wachsende Gehölze und Staudenarten sind optimal für einen pflegeleichten Garten geeignet. In großen Gruppen gepflanzt, sorgen sie für ein harmonisches Gesamtbild und brauchen zudem kaum Pflege. Stauden müssen außerdem nicht jedes Jahr aufs Neue gepflanzt werden. Wurzeln sie einmal im Boden, kommen sie sogar mit längeren Trockenperioden gut zurecht.

Wer Beete anlegen möchte, sollte diese sauber einfassen. So geraten sie nicht aus der Form.

Die besten Pflanzenarten für einen pflegeleichten Garten

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Auch beim Thema Gartenmöbel gibt etwas zu beachten. So halten und brauchen, auch wenn sie dauerhaft im Freien stehen, wenig Pflege. Es empfiehlt sich, vor dem Kauf zu prüfen, ob es sich bei Gartenmöbeln, wie zum Beispiel Sitzgruppen aus Holz, um FSC zertifiziertes Hartholz handelt. Gleiches gilt für hochwertige Zäune aus pulverbeschichtetem Aluminium oder feuerverzinktem Stahl.

Ein pflegeleichter Garten hat den klaren Vorteil, dass nur wenig Arbeit in seine Erhaltung investiert werden muss. Anstatt die Heckenschere zu schwingen, können die Besitzer in der Hängematte die Beine hochlegen oder einen gemeinsamen Grillabend mit Familie und Freunden genießen.

Ein Nachteil dieser Gartenart ist, dass er wenig abwechslungsreich ist. Weder besondere Blickfänge, wie exotische Blumen, noch praktische, aber pflegeintensive Beeren-Sträucher oder Gemüsebeete finden sich in diesem Garten. 

Die grüne Ruheoase – Abschalten vom Alltag

Viele Menschen empfinden die Gartenarbeit als Entspannung und Ausgleich vom Beruf. Wer genügend Zeit und Energie hat, kann sich eine traumhafte blühende, aber auch pflegeintensive Blumenoase im eigenen Garten gestalten. Wer sich solch ein blühendes Garten-Paradies anlegen will, muss zuerst einmal die natürlichen Gegebenheiten des Gartens beschauen. Wichtig für Blumen sind die Sonnen- und Schattenseiten des Gartens. Es gibt Blumen, die viel Sonne benötigen und solche, die besser in schattiger Lage gedeihen.

Zudem sollte bei der Auswahl der Pflanzen darauf geachtet werden, dass nicht alle zur selben Zeit ihre Blüten tragen. Manche Pflanzen tragen schon im Frühling ihre Blüten, andere blühen im Sommer und wieder andere erstrahlen erst in den Herbstmonaten in voller Pracht. Auch muss sich der Gärtner überlegen, ob er viele verschiedene Blumen in bunten Farben anpflanzen möchte oder sich auf eine Pflanzenart oder Farbe, wie zum Beispiel einen weißen Rosengarten, festlegen will.

Der Stil des Gartens spielt ebenfalls eine wichtige Rolle bei der Planung. Soll es sich zum Beispiel um einen alpinen Blumengarten oder einen Garten im japanischen oder mediterranen Stil handeln?

Setzen Sie die Pflanzen locker und gruppiert

Grundsätzlich wird eine bessere Gesamtwirkung erzielt, wenn nicht zu viele Pflanzen durcheinander gepflanzt werden. Größere Gruppen derselben Gattung wirken auf den Betrachter harmonischer.

Viele Rosensorten sind sehr anspruchsvoll und daher auch recht pflegeintensiv. Dafür überzeugen sie mit ihrer Optik.
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Ein Rosengarten benötigt viel Pflege.

Klarer Vorteil dieses Gartens ist seine ansprechende Optik. Egal, ob sich die Besitzer ausschließlich selbst daran erfreuen oder den Garten für repräsentative Zwecke nutzen, schön anzusehen, ist er allemal. Der hohe Arbeitsaufwand, der mit einem vielfältigen Blumengarten einhergeht, kann als Nachteil gesehen werden. Wer allerdings Freude an der Gartenarbeit hat und gerne Mußestunden mit dem Schneiden von Rosenbüschen verbringt, wird die Arbeit kaum als solche empfinden.

Ein Teich bringt Harmonie in den Garten

In einem solchen Garten kann auch ein Teich zusätzlichen Eindruck schinden und für Atmosphäre sorgen. Ferner sorgt ein Teich, wie heute.at bereits berichtete, für ein Flair der Ruhe und Entspannung. Außerdem ist es möglich, unterschiedliche Pflanzen und Tierarten in den Gewässern zu halten. Dabei gilt das Credo: Je größer, desto besser. Der Grund liegt zum einen in der Optik und zum anderen im ökologischen Gleichgewicht. Letzteres sorgt dafür, dass der Pflegeaufwand nicht zu groß wird.

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Allerdings ärgern sich viele Inhaber von Teichen über Algen. Folgender Artikel erklärt die Maßnahmen, die gegen die Bekämpfung von Algen sinnvoll sind. Dabei sind einige Aspekte wichtig sowie die Reihenfolge von Bedeutung. Sobald einer dieser drei Aspekte außer Acht gelassen wird, steigt das Risiko erheblich, dass die Algen wieder auftauchen.

Gartengestaltung für Selbstversorger

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Gemüse aus dem eigenen Garten

Obst und Gemüse frisch aus dem eigenen Garten zu ernten ist der Traum vieler Gartenbesitzer. Je nach Sorte kann über viele Wochen oder sogar Monate immer frisch geerntet werden. Gerade für Kinder ist ein Obst- und Gemüsegarten schön, da sie so lernen, wo das tägliche Essen herkommt, wie es wächst und welche Pflege es braucht.

Wer einen Selbstversorgergarten anlegen möchte, muss zuerst die Bedingungen des Gartens in seiner Planung berücksichtigen. In diesem Artikel wird dargelegt, wie jene Menschen, die autark leben möchten, auch ihr Equipment selbst zusammenbasteln können, um nicht auf Geschäfte und Lieferzeiten angewiesen zu sein.

Häufige Fragen der Selbstversorger:

  • Wie groß ist der Garten?
    Je nach Größe können ein kleines Kräuterbeet, mehrere Gemüsebeete, Beerensträucher und Obstbäume gepflanzt werden. Gerade Sträucher und Bäume brauchen allerdings viel Platz. Wer einen kleinen Garten hat, sollte sich deshalb besser auf den Anbau von Gemüse und Kräutern beschränken und nur einen oder zwei Obstbäume oder Sträucher hochziehen.
  • Wie sind die Lichtverhältnisse?
    Pflanzen brauchen genügend Licht, um wachsen zu können. Gerade das Gemüsebeet sollte mehrere Stunden am Tag von der Sonne beschienen werden. Einige Kräuter hingegen fühlen sich im Schatten und Halbschatten wohler.
  • Welche Qualität weist der Boden auf?
    Gemüse braucht beispielsweise einen Boden, der weder zu lehmig, noch zu sandig ist. Hier ist das Anlegen eines Komposthaufens sinnvoll. Dieser produziert Humus, mit welchem die Qualität des Bodens schrittweise verbessert werden kann.
  • Wie wird die Bewässerung sichergestellt?
    Ein Selbstversorger-Garten braucht viel Wasser. Wer die Wasserrechnung nicht in die Höhe treiben will, sollte sich eine Regentonne zulegen, aus der er das tägliche Wasser zum Gießen schöpfen kann.

Die Vorteile eines Selbstversorger-Gartens liegen ganz klar auf der Hand. Die Gartenbesitzer haben das ganze Jahr über frisches Gemüse und Obst und zudem aromatische Kräuter und süße Beeren. Die meisten Erzeugnisse lassen sich durch Weiterverarbeitung, zum Beispiel zu Säften oder Marmeladen oder durch Trocknen oder Einfrieren haltbar machen und es wird nichts verschwendet.

Als Nachteil kann gesehen werden, dass solch ein Garten sehr viel Arbeit macht und dem Gärtner viele Kenntnisse abverlangt. Genaues Planen und die Miteinbeziehung eines Aussaatkalenders, sind essentiell, wenn der Ernteerfolg nicht ausbleiben soll.

Fazit – Gartengestaltung ist auch eine Frage der Zeit

Die einzelnen Gartenarten bieten alle ihre ganz eigenen Vor- und Nachteile. Jeder angehende Gärtner sollte sich also Fragen, was er von seinem Garten erwartet und wie viel Zeit und Mühe er in die Gartenpflege investieren möchte. Wer vor allem entspannte Stunden mit der Familie im Grünen genießen will, sollte sich einen pflegeleichten Garten anlegen. Wird der Garten zu repräsentativen Zwecken genutzt oder empfindet der Gärtner die Arbeit als Bereicherung, können auch pflegeintensivere Pflanzen zum Einsatz kommen. Wer sich mit den Erzeugnissen aus dem Garten gern selbst versorgen will, muss sich einiges an Wissen aneignen und den Garten täglich hegen und pflegen. 

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