Leca – leichtes Material punktet mit schwergewichtigen Argumenten

lecaHinter der Abkürzung Leca verbirgt sich die englische Bezeichnung lightweight expanded clay aggregates, was auf gut Deutsch so viel bedeutet wie geblähter sowie leichter Tonzuschlag. Konkret handelt es sich hierbei um sogenannten Blähton. Dieser Werkstoff wird – wie der Name bereits andeutet – aus Ton hergestellt und findet neben dem Bauwesen unter anderem auch als Pflanzensubstrat Verwendung.

Die Herstellung von Leca

Das Ausgangsmaterial von Blähton stellt Ton dar, der zum einen keinen hohen Kalkanteil, dafür aber feine organische Komponenten aufweisen muss. Nach dem Mahlen und Granulieren des Tons wird er im Ofen bei circa 1.200 Grad gebrannt. Während dieses Verfahrens werden die organischen Teile verbrannt, wodurch Kohlendioxid entsteht. Dies führt dazu, dass sich das übrigbleibende Material, also der Ton, vom ursprünglichen Zustand zu einer circa vierfach vergrößerten, braungefärbten Kugel aufbläht. Konkret erreicht dabei jede Kugel einen Durchmesser von maximal vier Zentimetern. Auf dem Markt wird das Produkt in verschiedenen Körnungsgraden angeboten.

Blähbeton im Bauwesen

Die größeren Kugeln Leca werden im Bauwesen vor allem als Zuschlagmaterial für Beton, Lehm sowie Mörtel verwendet. Somit weist er eine optimale Eignung als Bestandteil des sogenannten Leichtbetons auf. Kleiner bemessene Kugeln finden ihr Einsatzgebiet im Bereich Estrich-, Mauer- oder Putzmörtel. Des Weiteren kann mit Blähbeton ganz ohne weitere Zusatzmaterialien eine optimale Wärmedämmung erzielt werden.

Ein Vorteil von Leca stellt das vergleichsweise geringe Gewicht dar. Daneben punktet Blähbeton in der Praxis mit:

  • Der Schaffung eines gesunden und behaglichen Raumklimas
  • Einer optimalen Wärmespeicherung
  • Hoher Schalldämmung
  • Hoher Wasserdampfdiffusion
  • Optimaler Druckfestigkeit
  • Leca verhält sich in baubiologischer Hinsicht neutral
  • Hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis

Des Weiteren bietet Leca eine garantierte Beständigkeit gegen Feuer und Flammen sowie gegen Frostschäden und Witterungseinflüsse. Auch gegen Ungeziefer erweist sich dieses Produkt als sehr beständig und kann zudem dem Recycling zugeführt werden. Hinsichtlich der Verarbeitung punktet Leca mit seiner unkomplizierten Handhabung. In Österreich kann man auf der Suche nach einem solchen Produkt alternativ auf Liapor stoßen. Bilder veranschaulichen, dass dieser Werkstoff nicht nur als Kugel, sondern – je nach Verwendungszweck – auch in Ziegelform angeboten wird.