Luftwärmepumpe – eine neue Art der Heizung

Seit einigen Jahren ist die Wärmepumpe in Österreich eine vielfach genutzte Heiztechnologie. Dabei wird die im Erdreich, im Grundwasser oder in der Umgebungsluft gespeicherte Energie in nutzbare Heizenergie für Gebäude umgewandelt.

Die Nutzung von Umgebungsluft als Wärmequelle ist besonders unkompliziert, da keine Erdarbeiten und Brunnenbohrungen erforderlich sind. Auch eine behördliche Genehmigung muss nicht eingeholt werden. Luft-Wärmepumpen können der Umgebungsluft auch bei Außentemperaturen von -20º Celsius noch Energie entziehen.

Die Laufwärmepumpe benötigt wenig Platz

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Heizen mit einer Luftwärmepumpe ist wirtschaftlich und ökologisch

Da Luft ein frei verfügbares Medium ist, können Luftwärmepumpen unabhängig vom Standort sowohl im Innen- wie auch im Außenbereich installiert werden. Aufgrund der simplen Installation ist die Luftwärmepumpe die preiswerteste Variante unter den Wärmepumpen.

Der Platzbedarf ist gering: Die Technik nimmt weniger als einen Kubikmeter Raum in Anspruch und kann bei geringem Raumangebot auch im Freien aufgestellt werden.

Die Luft-Wasser-Wärmepumpe

Luft-Wärmepumpen gibt es in zwei Varianten:
zum Einen als Luft-Luft-Wärmepumpe und zum Anderen als Luft-Wasser-Wärmepumpe.

Bei beiden Systemen wird die Außenluft durch einen Ventilator angesaugt und mittels der Wärmepumpe für Heizzwecke oder zur Warmwasserzwecke aufbereitet.

Die Luft-Wasser-Wärmepumpe überträgt die Wärme aus der Luft über einen Wärmetauscher auf ein flüssiges Kältemittel, das einen sehr niedrigen Siedepunkt hat und schon bei niedrigen Temperaturen verdampft. Sobald es mit der Wärme in Kontakt kommt, wird es gasförmig und dehnt sich aus. Ein Kompressor verdichtet das Kältemittel, das dabei stark erhitzt wird. Die somit erzeugte Wärme wird über den so genannten Verflüssiger, einen zweiten Wärmetauscher, an das Heizsystem und den Warmwasserspeicher abgegeben. Dabei kühlt sich das Kältemittel ab und verflüssigt sich wieder. Schließlich strömt das Kältemittel über ein Expansionsventil und wird dabei auf den ursprünglichen Druck entspannt, der Kreislauf kann von Neuem beginnen.

Ideal für Passivhäuser geeignet

Bei der Luft-Luft-Wärmepumpe gibt es keinen Kältemittelkreislauf, sondern die erwärmte Luft wird über ein Lüftungssystem an den Wohnraum abgegeben. Die Effizienz dieses Verfahrens ist nur bei luftdichten Gebäuden gegeben, weshalb sich Passivhäuser besonders gut hierfür eignen. Im Alleinbetrieb können Luftwärmepumpen auch bei Minustemperaturen den Wärmebedarf decken, doch nimmt ihre Effizienz, die als Jahresarbeitszahl (JAZ) ausgedrückt wird, bei sehr frostigen Temperaturen ab. Die Jahresaußentemperaturen des Standorts sollten also bei der Entscheidung für oder gegen eine Luft-Wärmepumpe Berücksichtigung finden.

Sehr effektive Heizung – unabhängig von Öl und Gas

Als Vorteil von Wärmepumpen im Allgemeinen ist ihr energiesparender Einsatz zu sehen, denn sie benötigen lediglich Strom als Antriebsenergie. Die erzeugte Energie entspricht dabei einem Vielfachen der eingesetzten elektrischen Energie. Damit ist man als Eigentümer eines solchen Heizsystems unabhängig von der Lieferung und von den Preisen fossiler Brennstoffe, auch werden kein Vorratsraum für Brennstoffe und kein Schornstein benötigt. Von Bedeutung für den Betrieb ist also nur noch der Strompreis, in Kombination mit einer Solaranlage erweist sich der Betrieb einer Wärmepumpe als besonders günstig.

Umweltfreundliches Heizsystem

Dank des geringen Kohlendioxid-Ausstoßes und weil Transportwege wie beispielsweise für Heizöl entfallen, ist eine Wärmepumpe ein sehr umweltfreundliches Heizsystem. Insbesondere die Luft-Luft-Wärmepumpe, die kein umweltschädliches Kältemittel benötigt, punktet hier. Die Technik ist außerdem sehr platzsparend, sie benötigt nicht viel mehr Raum als eine Waschmaschine. An kalten Wintertagen kann allerdings ein elektrisches Nachheizen erforderlich sein, vor allem für die Warmwasserbereitung. Da die in der Anschaffung besonders günstigen Luft-Wärmepumpen an sehr kalten Tagen weniger effizient sind, sind sie von der Förderung durch die KfW-Bank ausgeschlossen. In Gebieten mit dichter Bebauung kann außerdem der Geräuschpegel problematisch sein.