Streifenfundament

streifenfundamentDie Wahl des Fundamentes ist von „tragender“ Bedeutung. Im Bereich Fundament wird generell zwischen einer Bodenplatte aus Stahlbeton sowie dem Streifenfundament unterschieden. Im Allgemeinen sind Fundamente im Bauwesen von großer, wortwörtlich tragender Bedeutung: Ihnen kommt die Aufgabe zu, die oberflächlich am Fundamenten angebrachten Bauteile, zum Beispiel Wände und Mauern, zuverlässig zu stabilisieren und gleichzeitig zu fixieren.

Streifenfundamente sind davon gekennzeichnet, dass sie, dem jeweiligen Grundriss entsprechend, in den Boden betoniert werden. Sie setzen sich aus einer Bewehrung aus Stahl sowie dem Beton zusammen. Damit kann eine höchstmögliche Stabilität gegen den sogenannten Grundbruch erzielt werden. Eingesetzt wird Streifenfundament meist bei Einzelhäusern für Wohnzwecke. Neben dem herkömmlichen Haus stellt der Garten ein weit verbreitetes Einsatzgebiet dar, indem auf einem Streifenfundament das Gartenhaus oder eine Garage errichtet wird. Beim Bauen einer Gartenmauer kommt diese Fundamentvariante ebenfalls häufig zum Zug.

Der Vorteil dieses Fundaments liegt darin, dass die Grundfläche bei Bedarf nicht vollständig zu betonieren ist. So können – im Falle einer Garage – gut und gerne ausschließlich die Seiten ausbetoniert werden. Daneben weist es im Vergleich zu den Bodenplatten noch weitere Vorzüge auf:

  • Unkompliziert in der Herstellung – sie stellen selbst für Laien keine Herausforderung dar.
  • Vergleichsweise kostengünstig
  • Im Bedarfsfall materialsparend einsetzbar
  • Optimale Entwässerungseigenschaften

Der praktische Tipp: Schritt für Schritt zum Streifenfundament

Derartige Fundamente sind nicht schwer zu errichten und werden folgendermaßen hergestellt:

  1. Dort den Untergrund weg graben, wo das Fundament gemacht werden soll. Dieser Arbeitsschritt kann sowohl manuell mit einer Schaufel als auch maschinell mit einem Bagger erfolgen.
  2. Anschließend wird dem Umriss des künftigen Fundaments entsprechend die Schalung angefertigt. Ihre Aufgabe ist es, den Beton in den gewünschten Grenzen zu halten. Dabei werden spezielle Rahmen oder Tafeln aus Holz verwendet.
  3. Danach folgt der Bewehrungsstrahl, bevor der tatsächliche Beton eingebracht wird.
  4. Zum Verdichten wird der noch nicht ausgetrocknete Werkstoff mit einer Rüttelflasche oder alternativ mittels eines Kantholzes bearbeitet.
  5. Abschließend wird der Glattstrich benötigt, der für eine optimale Oberflächenbeschaffenheit des Streifenfundamentes verantwortlich zeichnet.
  6. Nachdem über den Zeitraum von rund drei Wochen die Aushärtung erfolgte, wird die Schalung entfernt.

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