Immobilienfinanzierung in Österreich – verschiedene Möglichkeiten

Ob in Salzburg, Kitzbühel oder Wien: Herr und Frau Österreicher träumen nach wie vor vom Eigenheim. Bestände die Möglichkeit, von der Mietwohnung in die eigenen vier Wände umzuziehen, würde wohl kaum jemand nein sagen. Es ist die Immobilienfinanzierung, die bereits viele Träume platzen ließ.

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Das Eigenkapital reicht oft nicht aus, um den Wunsch von der eigenen Wohnung oder vom eigenen Haus wahr werden zu lassen. Grundsätzlich gibt es diverse Möglichkeiten, um Immobilien zu finanzieren. Doch jedes Darlehen will gut überlegt sein.

Die Finanzierung vom Wohntraum: Österreicher sind weniger risikofreudig

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Der Traum von eigenen Haus – für viele Familien in Österreich ein sehr wichtiges Ziel.

Etwa 44 % der Österreicher wohnen im Eigentum und rund 37 % wohnen in Miete. Ca. 11 % der Österreicher leben noch zu Hause bei den Eltern oder bei Freunden und lediglich 5 % der Gesamtbevölkerung wohnen in einer Wohngemeinschaft.

Das bedeutet, dass in Österreich vergleichsweise relativ wenig Immobilieneigentum zu verzeichnen und unter dem europäischen Durchschnitt anzusiedeln ist. Dies ist mitunter darauf zurückzuführen, dass die Österreicher sich im Vergleich zu Menschen anderer Nationen skeptisch gegenüber Schulden zeigen. Die Verschuldung kann in Österreich also als gering bezeichnet werden.

Baufinanzierung: Die unterschiedlichen Möglichkeiten der Finanzierung

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Bei der Immobilienfinanzierung sind viele Menschen sehr sicherheitsbewusst.

Wenn das Eigenkapital nicht ausreicht, um Immobilien zu kaufen, sollte in puncto Baufinanzierung zunächst ein Überblick geschaffen werden.

Der Kauf eines Hauses oder einer Wohnung will sehr gut überlegt sein.

Welche Finanzierungsform die beste ist, kann nicht pauschal beantwortet werden. Es handelt sich hierbei also um eine sehr individuelle Entscheidung.

Grundsätzlich stehen folgende Finanzierungsarten zur Auswahl:

  • das Bauspardarlehen
  • der Wohnbaukredit

Der Wohnbaukredit

Wohnbaukredite zählen zu den attraktivsten Finanzierungsformen. Doch nicht selten wird bei der Kreditaufnahme nicht berücksichtigt, dass die anfänglich niedrigen Zinsen ansteigen können. Es wird unterschieden zwischen

  • variablen Darlehen: Die Zinsen sind von einem gewissen Referenzwert abhängig, der in der Regel der Interbankensatz Euribor ist.
  • Fixzinskrediten: Die Zinsen werden für eine vorher festgelegte Dauer eingefroren, sodass der Kreditnehmer mit monatlich fixen Raten kalkulieren kann.

Wichtig ist, dass Sie die Zinsen der verschiedenen Anbieter vergleichen, denn es gibt große Unterschiede zwischen den verschiedenen Banken. Die Hausbank muss nicht immer die billigste sein, und oft gibt es Anbieter, mit denen man bei der richtigen Bonität mehrere 10.000 Euro sparen kann.

Das Bauspardarlehen

In Österreich gibt es vier Bausparkassen, die mit unterschiedlichen Konditionen aufwarten:

  • Start:Bausparkasse
  • Raiffeisen Bausparen
  • S-Bausparen
  • Wüstenrot
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Ein Bausparvertrag ist für viele Menschen der erste Schritt in Richtung eigener Immobilie

Auch bei Bauspardarlehen kann zwischen fixer und variabler Verzinsung gewählt werden. Die Zinssatzobergrenze liegt bei 6 Prozent. Viele österreichische Kreditnehmer entscheiden sich deshalb für ein Bauspardarlehen.

Dass die maximal zu zahlende monatliche Rate bekannt, sorgt für ein Gefühl der Sicherheit. Selbst wenn stark steigende Zinsen zu verzeichnen sind, ist man vor zusätzlichen Belastungen geschützt.

Doch diese Sicherheit hat auch ihren Preis. Die zu zahlenden Mindestzinssätze lagen hinsichtlich des anhaltend niedrigen Zinsniveaus für eine relativ lange Zeit deutlich über den Zinssätzen der Banken für Hypothekarkredite. Das hat dazu geführt, dass die Bauspardarlehen in Österreich für eine ganze Weile an Attraktivität verloren haben.

Einige Bausparkassen haben auf diese Marktsituation aber bereits reagiert und die Mindestzinssätze reduziert. Zurzeit herrscht in Österreich in puncto Bausparverträge eine rege Nachfrage. 2014 sind etwa 430.000 neu abgeschlossene Bausparverträge zu verzeichnen – insgesamt nutzen ca. 5,1 Millionen Österreicher diese Sparform.

Fazit:

vater-mit-sohn-bautSoll eine Immobilie erworben werden, ist ein stattlicher Kapitaleinsatz vonnöten. Sogar kleine Wohnungen können – abhängig von der Lage – durchaus kostspielig sein. Nur wenige Österreicher befinden sich in der Lage, ihren Wohnungs- oder Hauskauf ohne Einsatz von Fremdkapital zu stemmen.

Die Mehrheit der angehender Bauherren und Immobilienkäufer ist demnach auf ein Darlehen angewiesen. Immobilienkredite bieten die Chance, sich den Traum vom Haus zu erfüllen.

Die Rückzahlung erstreckt sich über eine bestimmte Laufzeit, die in der Regel etwa 20 bis 30 Jahre umfasst – eine ziemlich lange Zeit also! Nur wer sich für eine Finanzierungsform entscheidet, die seinen Bedürfnissen entspricht, kann das Risiko eines Kreditausfalls ausschließen oder zumindest senken. Es ist unumgänglich, die Angebote der Banken bzw. Kreditgeber in einem Vergleich gegenüberzustellen. Kreditrechner sind hierfür das ideale Werkzeug. Vergleichen bedeutet Geld sparen!
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