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    Silikonharzputz: Widerstandsfähig und wasserabweisend für Außenfassaden

    Bauen · Aktualisiert am 13. Juli 2026

    Auftrag von Silikonharzputz auf eine Außenfassade

    Silikonharzputz ist der wohl vielseitigste Oberputz für die Fassade: Er ist zugleich stark wasserabweisend und gut diffusionsoffen – eine Kombination, die kein anderer Putz so ausgewogen bietet. Dadurch perlt Regen ab, während Feuchtigkeit aus der Wand nach außen entweichen kann. Algen, Moos und Pilze finden auf der hydrophoben Oberfläche kaum Halt. Mit 28 bis 55 Euro pro Quadratmeter Material ist er kein Schnäppchen, hält dafür aber 20 bis 30 Jahre und passt besonders gut auf gedämmte Fassaden.

    Was Silikonharzputz auszeichnet

    Chemisch ist Silikonharzputz ein Hybrid: ein pastöser, gebrauchsfertiger Oberputz auf Basis einer Silikonharz-Emulsion, kombiniert mit mineralischen Füllstoffen und einem Anteil Kunstharz-Dispersion. Er vereint damit die Stärken zweier Welten – die Diffusionsoffenheit des Silikatputzes und die Wasserabweisung des Dispersionsputzes. Seine wichtigsten Eigenschaften:

    • Wasserabweisend (hydrophob): Regen perlt mit einem Lotuseffekt ab, statt einzudringen.
    • Diffusionsoffen: Wasserdampf aus der Konstruktion kann nach außen entweichen – wichtig für gedämmte Wände.
    • Algen- und pilzresistent: Die trockene Oberfläche entzieht Mikroorganismen die Lebensgrundlage.
    • UV- und farbstabil sowie beständig gegen Witterung und Schmutz.
    • Vielseitig im Untergrund: haftet auch auf alten Kunstharz- und Silikatputzen.

    Der Vergleich mit anderen Putzen

    Jeder Fassadenputz setzt einen Schwerpunkt. Reiner Mineral- und Silikatputz ist sehr diffusionsoffen, aber weniger wasserabweisend. Kunstharz- beziehungsweise Dispersionsputz ist stark wasserabweisend, dafür weniger dampfdurchlässig. Der Silikonharzputz liegt genau dazwischen und bietet die beste Balance – deshalb ist er heute die meistgewählte Putzgruppe im Wohnbau. Wie sich Kunstharzputz im Detail verhält, zeigt der eigene Ratgeber zum Kunstharzputz.

    Was Silikonharzputz kostet

    Das Material kostet je nach Körnung und Farbe etwa 28 bis 55 Euro pro Quadratmeter. Für ein Komplettpaket inklusive Untergrundvorbereitung liegt der Erfahrungswert in Österreich bei rund 65 Euro pro Quadratmeter. Werden nur die Verputzarbeiten auf einem bestehenden Wärmedämmverbundsystem beauftragt, bewegen sich die reinen Arbeitskosten meist bei 15 bis 30 Euro pro Quadratmeter. Wer die ganze Fassade dämmt und verputzt, plant den Oberputz am besten gleich im Rahmen des Vollwärmeschutzes mit ein.

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    Verarbeitung und Körnung

    Silikonharzputz kommt gebrauchsfertig im Eimer und wird als dünner Oberputz auf den Unterputz oder die Armierungsschicht aufgezogen und mit dem Reibbrett strukturiert. Die Körnung bestimmt Optik und Verbrauch: Eine feinere Körnung wirkt glatter und spart Material, eine gröbere überdeckt kleine Unebenheiten besser. Wichtig sind ein tragfähiger, sauberer Untergrund und die Verarbeitung bei geeignetem Wetter – nicht in praller Sonne, bei Frost oder drohendem Regen. Auf großen Flächen sollte in einem Zug „nass in nass“ gearbeitet werden, um Ansätze zu vermeiden. Produktdaten zu Körnungen und Farben liefern die Hersteller, etwa Baumit.

    Häufige Fragen zum Silikonharzputz

    Was kostet Silikonharzputz pro Quadratmeter?

    Das Material kostet je nach Körnung und Farbe etwa 28 bis 55 Euro pro Quadratmeter. Ein Komplettpaket inklusive Untergrundvorbereitung liegt in Österreich bei rund 65 Euro pro Quadratmeter. Die reinen Verputzarbeiten auf einem bestehenden Wärmedämmverbundsystem kosten meist 15 bis 30 Euro pro Quadratmeter.

    Warum ist Silikonharzputz so beliebt?

    Weil er zwei Vorteile vereint, die sich sonst ausschließen: starke Wasserabweisung und gute Diffusionsoffenheit. Regen perlt ab, während Feuchtigkeit aus der Wand entweichen kann. Dazu kommt die hohe Beständigkeit gegen Algen und Pilze. Diese Balance macht ihn zur meistgewählten Putzgruppe im Wohnbau.

    Ist Silikonharzputz diffusionsoffen?

    Ja. Trotz seiner starken Wasserabweisung lässt Silikonharzputz Wasserdampf nach außen entweichen. Das ist gerade bei gedämmten Fassaden wichtig, damit keine Feuchtigkeit in der Konstruktion eingeschlossen wird. Er ist der wasserabweisendste und zugleich dampfdurchlässigste der gängigen Außenputze.

    Schützt Silikonharzputz vor Algen und Pilzen?

    Er erschwert deren Ansiedlung deutlich. Weil die hydrophobe Oberfläche schnell abtrocknet und Regen abperlt, fehlt Algen, Moos und Pilzen die nötige Feuchtigkeit. Damit bleibt die Fassade länger sauber als bei stärker wassersaugenden Putzen – ein voll wirksamer Bewuchsschutz ist aber auch er nicht.

    Wie lange hält Silikonharzputz?

    Bei fachgerechter Verarbeitung erreicht Silikonharzputz Standzeiten von etwa 20 bis 30 Jahren. Voraussetzung sind ein tragfähiger Untergrund, saubere Verarbeitung und passende Wetterbedingungen beim Auftrag. Seine hohe Farb- und UV-Beständigkeit trägt dazu bei, dass die Fassade lange gepflegt aussieht.

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    Silikonharzputz oder Silikatputz?

    Silikatputz ist sehr diffusionsoffen, aber weniger wasserabweisend. Silikonharzputz bietet nahezu die gleiche Dampfdurchlässigkeit und dazu einen deutlich besseren Regenschutz mit Lotuseffekt. Wo die Fassade stark bewittert ist oder zu Algen neigt, ist Silikonharzputz meist die robustere Wahl.

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