Close Menu
    Das Hausbau-Magazin – Alle Infos rund ums Hausbauen
    • Bauen
    • Wohnen
    • Energie
    • Finanzieren
    • Garten
    Das Hausbau-Magazin – Alle Infos rund ums Hausbauen

    Der Holzriegelbau: Kosten und Lebensdauer der Holzriegelbauweise

    Seit jeher erfreut sich Holz als Baumaterial größter Beliebtheit. Es ist leicht in Form zu bringen und in Massen verfügbar. Wenn in früheren Zeiten einfache Hütten daraus entstanden, sind es heute moderne Traumhäuser, die in Holzriegelbauweise errichtet werden. Dabei stehen den Bauherren zwei verschiedene Konstruktionsarten zur Auswahl: Die Skelettbauweise und der Ständerbau. Beide Varianten bringen ihre eigenen Vorteile mit.

    Skelettbauweise, ein Abkömmling des Fachwerkbaus

    Die älteste Variante stellt die Skelettbauweise dar, die sich vom klassischen Fachwerkbau ableitet. Holzstützen und -träger bilden hier die tragenden Elemente, so, wie es seit alters her immer war. Sie bilden gemeinsam eine Zangenkonstruktion, ausgesteift durch diagonal gesetzte Stahlseile beziehungsweise Wandelemente. Die Holzverbindungen werden normalerweise auf traditionelle Zimmermannsart erstellt, tragende Wände sind nicht nötig. Sogar große Hallen können auf diese Weise entstehen, wenn die Decken aus Holzleimbindern gefertigt werden.

    Holzriegelhäuser in Skelettbauweise sind heute zu einem hohen Grad vorgefertigt. Die Wandflächen bestehen in der Regel komplett aus Fertigteilen, die an der Baustelle nur noch eingebaut werden. Sie können durchaus auch Metall oder Kunststoff beinhalten, je nachdem, was der Bauherr sich wünscht.

    holzriegelbauweise

    Ständerbauweise, die neuartige Lösung aus den USA

    Wer es besonders kostengünstig haben möchte, der entscheidet sich für die Ständerbauweise. Sie gelangte aus den USA hierher und bietet eine preiswerte Möglichkeit, an ein eigenes Haus zu gelangen. Die tragende Basis sowohl an den Wänden als auch an den Decken bilden beplankte Balken, der Balkenabstand beträgt bei dieser Bauweise ungefähr 50 Zentimeter Die Versteifung erfolgt über aufgenagelte diagonale Bretter oder Spanplatten. Klassische Holzverbindungen sucht man hier umsonst, Stahlstifte sind das Mittel der Wahl, um Balken und Platten miteinander zu verbinden.

    Die Deckenoberseite besteht aus Spanplatten, diese tragen die Trittschalldämmung und den Estrich. Auf der Unterseite wird häufig eine Verkleidung aus Gipskartonplatten angebracht, die dem Brandschutz dient, aber eine niedrige Schallschutzwirkung entfalten. Wem das zu hellhörig ist, der erkundigt sich im Voraus über passende bauliche Ergänzungen.

    Ein Anbau in Holzriegelbauweise: Das spricht dafür!

    Auch wenn das bestehende Eigenheim kein Holzriegelhaus ist, kann ein Zubau durchaus in dieser Bauweise erfolgen. Das bringt sogar mehrere interessante Vorteile mit sich:

    • Holzfreunde kommen auf ihre Kosten
    • Holz wirkt wärmeisolierend
    • Das Material steht für einen gesunden Wohnraum
    • Es ist ein nachwachsender Rohstoff
    • Und es stammt meistens aus der Region
    • Holz reguliert die Feuchtigkeit
    • Es ist sehr lange haltbar
    • Teilweise ist Eigenbau möglich
    • Fertigbauweise spart Zeit
    Das könnte Sie interessieren:   Luftwärmepumpe: effizientes und umweltfreundliches Heizsystem für (fast) jedes Haus!

    Wenn Sie also einen umweltfreundlichen Anbau wünschen, bei dessen Errichtung Sie eventuell mit Hand anlegen können und der für eine gesunde Wohnatmosphäre sorgt, sind Sie mit dem Holzriegelbau gut bedient. Noch dazu dürfen Sie sich über einen gar nicht so weit entfernten Einzugstermin freuen.

    Die Dämmung: So wird es bei Ihnen kuschelig warm

    Wie jedes andere Haus auch benötigt der Holzriegelbau eine Wärmedämmung. Die Steherzwischenräume eignen sich besonders gut dazu, das isolierenden Material unterzubringen und somit die Heizungsluft am Entkommen zu hindern. Auf der Wandinnseite bringen die Handwerker eine Dampfsperre an, darüber kommen dann Spannplatten und anschließend die Verkleidung aus Gipskarton. Für die Außenseite können Sie sich eine ästhetische Verkleidung nach Ihrem Geschmack aussuchen. Viele Bauherren entscheiden sich für eine Holzschalung, um dem Gebäude den letzten Schliff zu geben. Aber auch Metall, Kunststoff, Schiefer und viele andere Materialien stehen zur Wahl.

    Steinwolle empfiehlt sich ganz besonders als Dämmstoff für Holzriegel-Häuser. Sie besitzt hervorragende isolierende Eigenschaften, dämpft den Schall und brennt nicht. Das Material wird aus Stein hergestellt und lässt sich sogar recyclen. In der folgenden Übersicht haben wir die wichtigsten Eigenschaften anderer Dämmstoffe zusammengestellt, um Ihnen einen besseren Vergleich zu gewähren.

    Dämmstoff Einsatzmöglichkeiten Eigenschaften
    Baumwolle Hauptsächlich Innendämmung Gute Wärmedämmung, wasserempfindlich
    Bläh-Glimmer Schüttung für Geschossdecken Natürlicher Rohstoff, begrenzt verfügbar
    Bläh-Perlite Schüttung / Platten in WDVS Nicht brennbar, sehr leicht, ungeziefersicher
    Flachs Innendämmung, auch Trittschall Gute Dämmung, reguliert Feuchtigkeit, oft mit Zusätzen
    Glaswolle Überall (außer mit Erdberührung) Nicht brennbar, hoch resistent, nicht kompostierbar
    Hanf Innendämmung, auch Trittschall Nachhaltig, feuchteresistent, oft mit Zusätzen
    Holzfasern Innendämmung im Leichtbau Nachwachsend, mit Zusätzen (nicht kompostierbar)
    Holzwolle Leichtbauplatten als Träger für Putz Nachwachsend, mit Zusätzen (nicht kompostierbar)
    Kokosfasern Hohlraumdämmung (Ausstopfen) Nachwachsend, teilw. Kompostierbar
    Mineralschaum Innendämmungen in Problemzonen Nicht brennbar, feuchtabweisend, nicht recyclebar
    Polystyrol Alle Dämmungen, auch Perimeter Verrottet nicht, schwer brennbar, teilw. Recyclebar
    PUR-Schaum Dachkonstruktionen und anderes Schwer brennbar, schimmelt nicht, nicht kompostierbar
    Schafwolle Zw. Dachbalken, im Leichtbau Brandhemmend, fault nicht, atmungsaktiv, teuer
    Stroh Im Ökobau Leicht brennbar, kaum wärmedämmend, kompostierbar
    Das könnte Sie interessieren:   Dachisolierung: Methoden, Kosten 2026 und Förderung in Österreich

    Tipp: Die Wärmedämmung ist ein sehr komplexes Thema, weil hier eine Vielzahl von Materialien zur Verfügung stehen, die allesamt verschiedene Eigenschaften mitbringen. Welche Isolierung sich genau für Ihr Projekt eignet, lässt sich pauschal nicht sagen. Wir empfehlen eine gründliche Beratung bei einem Experten, damit Sie schlussendlich eine gute funktionierende Dämmung mit hohem Gesundheitsschutz und einem bezahlbaren Preis vereinbaren können.

    Im Blick: die Kosten für Ihren Holzriegelbau

    Was soll das Ganze kosten? Diese Frage steht sicher schon länger im Raum, aber auch hier müssen wir sagen: Es gibt keine pauschale Antwort. Die Preise für Holzriegel-Häuser orientieren sich an Größe, Form, Hersteller, Zusatzausstattung und der Menge der Eigenarbeit. Entscheiden Sie sich für ein Fertighaus, sparen Sie die Kosten für den Architekten und die gesamte Planung. Auf diese Weise kommen Sie besonders preisgünstig davon. Vielleicht lassen Sie sich den Bausatz auch einfach nur liefern und übernehmen selbst die Errichtung Ihres Traumhauses – zumindest soweit wie möglich. Das spart noch mehr Geld.

    Durchschnittlich kostet ein Eigenheim in Holzriegelbauweise etwa 1.250 Euro je Quadratmeter Wohnfläche. Sie bezahlen also 250.000 Euro für ein schlüsselfertiges Haus mit 200 Quadratmetern Fläche, wenn alle Parameter passen. Allerdings kann dieser Wert, wie bereits gesagt, erheblich variieren.

    Tipp: Denken Sie daran, dass ein Holzriegelhaus oftmals eine geringere Lebensdauer aufweist als ein Gebäude aus massivem Stein. Passen Sie vor allem gut darauf auf, dass Ihnen der Holzwurm nicht zu nahe rückt. Falls Sie einen frühen Befall feststellen, sollten Sie umgehend aktiv werden und die Bekämpfung in Angriff nehmen.

    Insgesamt lässt sich aber sagen: Wer sein Holzriegelhaus gut pflegt, keine eindringende Feuchtigkeit zulässt und Schädlinge fernhält, der wird viele Jahrzehnte damit glücklich sein. Das Material und die Bauweise bringen so viele Vorteile mit sich, dass es sich lohnt, in dieses Projekt zu investieren.

    Ähnliche Beiträge:
    1. Übersiedeln: Checkliste, Behördenwege und Kosten 2026
    2. Perlite als Dämmstoff: Eigenschaften, Einsatz und Preise 2026
    3. Holzfassade: Holzarten, Verlegung, Pflege und Kosten 2026
    4. Lehmputz: Vorteile, Nachteile und Kosten des Naturputzes

    Ähnliche Beiträge

    Übersiedeln: Checkliste, Behördenwege und Kosten 2026

    2. Juni 2015

    Holzfassade: Holzarten, Verlegung, Pflege und Kosten 2026

    8. Februar 2014

    Perlite als Dämmstoff: Eigenschaften, Einsatz und Preise 2026

    16. November 2013
    Aktuelle Beiträge
    Badsanierung Kosten in Österreich – Preise, Ablauf und Förderungen
    Innendämmung – Aufbau, Dämmstoffe, Kosten und OIB-Anforderungen
    Kellerdecke dämmen – Dämmstärke, Kosten und Ausführung in Österreich
    Fußbodenheizung nachrüsten – Verfahren, Aufbauhöhe und Kosten im Altbau
    Wärmepumpe im Altbau – Vorlauftemperatur, Heizkörper und Kosten
    Hydraulischer Abgleich – Ablauf, Verfahren A und B, Kosten und Einsparung
    Brauchwasserwärmepumpe – Aufstellraum, Kosten und Ersparnis im Vergleich
    Wallbox zu Hause – Kosten, Anmeldung und Recht in Österreich
    Immobilienertragsteuer in Österreich – Sätze, Befreiungen und Änderung 2027
    Mauertrockenlegung – Verfahren, Kosten und Ablauf nach ÖNORM in Österreich
    Immobilienertragsteuer in Österreich – Sätze, Befreiungen und Änderung 2027
    Wallbox zu Hause – Kosten, Anmeldung und Recht in Österreich
    Brauchwasserwärmepumpe – Aufstellraum, Kosten und Ersparnis im Vergleich
    Wärmepumpe im Altbau – Vorlauftemperatur, Heizkörper und Kosten
    Hydraulischer Abgleich – Ablauf, Verfahren A und B, Kosten und Einsparung
    Fußbodenheizung nachrüsten – Verfahren, Aufbauhöhe und Kosten im Altbau
    Kellerdecke dämmen – Dämmstärke, Kosten und Ausführung in Österreich
    Innendämmung – Aufbau, Dämmstoffe, Kosten und OIB-Anforderungen
    Badsanierung Kosten in Österreich – Preise, Ablauf und Förderungen
    Mauertrockenlegung – Verfahren, Kosten und Ablauf nach ÖNORM in Österreich
    Strom anmelden in Wien: Ablauf beim Einzug, Zählpunkt und Anbieterwahl
    Solarleuchten im Garten: worauf es ankommt und warum viele im Winter versagen
    Spielturm im Garten: Sicherheit, Fallschutz, Kosten und Bewilligung
    Monoblock-Wärmepumpe: Unterschied zu Split, Kosten und das R32-Aus 2027
    Linoleum: Kosten pro m², Unterschied zu Vinyl und richtige Pflege
    Fenstertausch Förderung 2026 in Österreich – was Bund und Länder noch zahlen
    Epoxidharz-Boden – Kosten, Aufbau und Anleitung für Garage und Wohnraum
    Arbeitsplatte für die Küche – Materialien, Preise und Pflege im Vergleich
    Holz-Wandpaneele und Akustikpaneele – Wirkung, Montage und Kosten
    Fliegengitter für Türen – Drehtür, Pendeltür, Plissee und Magnetvorhang im Vergleich
    Bioethanol-Kamin – Wärme, Sicherheit und Kosten realistisch betrachtet
    Klimaanlage für Haus und Wohnung – Splitgerät, Kosten und Rechtslage in Österreich
    Infrarotheizung – Kosten, Stromverbrauch und wann sie wirklich sinnvoll ist
    Kachelofen richtig heizen – Anleitung vom Anzünden bis zum Nachlegen
    Pool-Wärmepumpe – Dimensionierung, Stromverbrauch und Kosten
    Ligusterhecke pflanzen, schneiden und pflegen – unser großer Ratgeber
    pH-Wert im Pool – richtig messen, senken und erhöhen
    Treppenlift – Kosten, Förderungen und Modelle in Österreich
    Sandfilteranlage für den Pool – Größe berechnen, Rückspülen und Pflege
    Sichtschutz im Garten – Ideen, Materialien und Regeln für Österreich
    Poolabdeckung – Solarfolie, Rollladen oder Überdachung im Vergleich
    Schimmel entfernen – Hausmittel, Anleitung und Ihre Rechte in Österreich
    Fliegengitter für Fenster – Arten, Gewebe und Montage ohne Bohren
    Tiny House in Österreich – Kosten, Baurecht und Anbieter im Überblick
    Montessori Betten – ein Traum für jedes Kind
    Kinderzimmer unter 10 qm einrichten – schön und funktional auf kleinem Raum
    Weinreben für den Garten – Pflanzen, düngen & pflegen
    Umschuldung des Immobilienkredits in Österreich – wann sie sich lohnt
    Nebenkosten beim Hauskauf in Österreich – alle Kosten im Überblick
    Immobilie verrenten in Österreich – Leibrente, Teilverkauf und Umkehrhypothek
    hausbaumagazin.at

    Seit 2013 Ihr unabhängiges Online-Magazin rund ums Bauen, Wohnen und Sanieren in Österreich - mit mehr als 230 Ratgebern zu Hausbau, Energie, Garten und Finanzierung.

    • Impressum
    • Datenschutz
    Themen
    • Bauen
    • Wohnen
    • Garten
    • Finanzieren
    • Energie
    • Sanieren
    Kooperationen

    Sie möchten mit hausbaumagazin.at zusammenarbeiten? Wir freuen uns über Ihre Anfrage:

    partner@hausbaumagazin.at

    © 2026 Hausbaumagazin.at

    Type above and press Enter to search. Press Esc to cancel.