Rund um den Pool muss der Belag mehr können als eine gewöhnliche Terrasse: Er ist ständig Spritzwasser ausgesetzt, man geht barfuß darüber und rutscht schnell aus. Die drei entscheidenden Eigenschaften sind daher rutschfest, splitterfrei und nässebeständig. Beim Holz zählt die natürliche Dauerhaftigkeit, denn chemische Holzschutzmittel haben am Wasser nichts verloren. Wer heimische Hölzer wie Lärche, Douglasie oder Robinie oder ein pflegeleichtes WPC wählt, liegt richtig.
Die Anforderungen am Pool
Der Poolbereich stellt besondere Ansprüche an den Bodenbelag:
- Rutschfest auch bei Nässe: Nasses, glattes Holz ist gefährlich – eine geriffelte Oberfläche oder ein rutschhemmendes Material ist Pflicht.
- Splitterfrei: Weil man barfuß unterwegs ist, darf der Belag keine Splitter bilden.
- Nässe- und wasserbeständig: Der ständige Kontakt mit Spritz-, Chlor- oder Salzwasser muss das Material aushalten, ohne zu faulen.
- Keine chemischen Holzschutzmittel: Wo Menschen barfuß gehen und Wasser in den Garten spritzt, sollte auf Chemie verzichtet werden – die natürliche Resistenz des Holzes zählt.
Geeignete Hölzer
Entscheidend ist die Dauerhaftigkeitsklasse – für den Pool eignen sich Hölzer der Klassen 1 bis 3, die von Natur aus gut gegen Pilze und Fäulnis geschützt sind. Empfehlenswert sind:
- Europäische und sibirische Lärche und Douglasie: heimisch, ausreichend beständig und für Spritzwasserbereiche geeignet.
- Robinie: das dauerhafteste heimische Holz, eine echte Alternative zu Tropenholz.
- Thermoholz (etwa Thermokiefer oder Thermoesche): durch Hitzebehandlung dauerhaft und formstabil gemacht.
- Tropenhölzer wie Bangkirai, Cumaru oder Ipe sind sehr beständig, ökologisch aber bedenklich – nur mit FSC-Siegel und besser durch heimische Alternativen ersetzt.
WPC als pflegeleichte Alternative
Sehr gut für den Poolbereich geeignet ist WPC: Der Holz-Kunststoff-Verbund ist beständig gegen Chlor- und Salzwasser, splittert praktisch nie, ist rutschfest und muss nicht geölt werden. Damit erfüllt er die Pool-Anforderungen fast ideal. Der einzige Nachteil: Dunkle WPC-Dielen heizen sich in der Sonne stark auf, was barfuß unangenehm werden kann – hier helfen helle Farbtöne.
Worauf man beim Verlegen achtet
Damit die Poolumrandung lange hält, muss das Wasser weg können: ein leichtes Gefälle vom Becken weg, ausreichende Fugen zwischen den Dielen und eine gute Belüftung der Unterkonstruktion verhindern Staunässe. Verschraubt wird bei Holz mit Edelstahl, bei WPC meist mit verdeckten Clips. Die Dielen werden mit der geriffelten Seite nach oben verlegt, um den Halt bei Nässe zu erhöhen. So bleibt der Poolrand sicher begehbar und trocknet nach dem Baden rasch ab. Passende Holzarten und ihre Eigenschaften listet proHolz Austria.
Häufige Fragen zu Terrassendielen am Pool
Welches Holz eignet sich für die Poolumrandung?
Hölzer der Dauerhaftigkeitsklasse 1 bis 3, die von Natur aus gut gegen Fäulnis geschützt sind. Empfehlenswert sind europäische und sibirische Lärche, Douglasie, die sehr dauerhafte Robinie sowie Thermoholz. Sie kommen ohne chemischen Holzschutz aus und halten dem Spritzwasser am Pool stand.
Warum keine chemischen Holzschutzmittel am Pool?
Weil man barfuß über den Belag geht und Wasser in den Garten spritzt. Chemische Holzschutzmittel könnten über Haut und Wasser in Umlauf geraten und Pflanzen wie Tieren schaden. Deshalb setzt man am Pool auf Hölzer mit natürlicher Resistenz statt auf chemisch behandeltes Holz.
Ist WPC für den Pool geeignet?
Ja, sehr gut. WPC ist beständig gegen Chlor- und Salzwasser, splittert praktisch nie, ist rutschfest und muss nicht geölt werden. Damit erfüllt es die Anforderungen am Pool nahezu ideal. Zu beachten ist nur, dass dunkle WPC-Dielen sich in der Sonne stark aufheizen – helle Farben sind barfußfreundlicher.
Wie macht man den Belag rutschfest?
Durch geriffelte Dielen, die mit der gerillten Seite nach oben verlegt werden, oder durch rutschhemmende WPC-Oberflächen. Ein leichtes Gefälle sorgt dafür, dass Wasser abläuft und sich keine glatten Pfützen bilden. Gerade im Barfußbereich ist die Rutschfestigkeit bei Nässe das wichtigste Sicherheitskriterium.
Sind Tropenhölzer eine gute Wahl?
Technisch sind Bangkirai, Cumaru und Ipe sehr dauerhaft, ökologisch aber bedenklich. Wer Tropenholz verwendet, sollte auf ein FSC-Siegel achten. Besser sind heimische Alternativen wie Robinie, Lärche oder Thermoholz, die eine vergleichbare Beständigkeit bieten, ohne Regenwald zu belasten.
Wie verlegt man Dielen rund um den Pool?
Mit einem leichten Gefälle vom Becken weg, ausreichenden Fugen zwischen den Dielen und einer gut belüfteten Unterkonstruktion, damit keine Staunässe entsteht. Holz wird mit Edelstahlschrauben befestigt, WPC meist mit verdeckten Clips. So trocknet der Belag nach dem Baden rasch ab und bleibt langlebig.