
Eine eigene Garage schützt das Auto vor Wetter, Diebstahl und Frost – und schafft nebenbei Stauraum. Wer selbst bauen oder eine Fertiggarage setzen lassen will, sollte zwei Dinge früh klären: die Baugenehmigung und die Wahl zwischen Fertig- und Massivbau. Eine Fertiggarage inklusive Fundament kostet 2026 rund 6.000 bis 15.000 Euro, eine gemauerte Garage 15.000 bis 25.000 Euro. Der günstigere Carport ist die offene Alternative.
Braucht man für die Garage eine Baugenehmigung?
Das ist in Österreich Landessache und je nach Bundesland und Gemeinde unterschiedlich – und die Bauordnung macht keinen Unterschied zwischen selbst bauen und bauen lassen. Als grobe Orientierung:
- Massive gemauerte Garagen sind meist baubewilligungspflichtig.
- Fertiggaragen aus Holz oder Stahlblech kommen häufig mit einer bloßen Bauanzeige aus.
- Oft sind kleine Bauten bis rund 50 m² Grundfläche und 3 m Höhe genehmigungsfrei – verlassen sollte man sich darauf aber nicht.
Zu beachten sind außerdem die Mindestabstände zur Grundgrenze und zum Nachbarn. Fragen Sie vor Baubeginn unbedingt beim zuständigen Bauamt der Gemeinde nach – das erspart teure Nachbesserungen und Ärger mit den Nachbarn. Einen Überblick zur Rechtslage bietet die Kleine Zeitung.
Die Garagentypen im Überblick
- Fertiggarage (Beton oder Stahl): Wird komplett angeliefert und in wenigen Stunden auf das vorbereitete Fundament gesetzt. Günstig und schnell, aber in Form und Optik begrenzt.
- Gemauerte Massivgarage: Aus Ziegel oder Beton vor Ort errichtet – langlebig, individuell und optisch ans Haus anpassbar, dafür teurer und mit Baugenehmigung. Sie lässt sich gut mit einem Pultdach versehen.
- Holzgarage: Natürliche Optik, oft als Bausatz erhältlich – eine gute Selbstbau-Option, die aber regelmäßige Pflege braucht.
- Carport: Die offene, deutlich günstigere Alternative, die vor Regen und Schnee schützt, aber keinen abschließbaren Raum bietet.
Das Fundament
Jede Garage braucht ein tragfähiges, frostsicheres Fundament – meist eine Bodenplatte aus Stahlbeton oder ein Streifenfundament. Je nach Garagentyp und Untergrund kosten die Fundamentarbeiten rund 1.500 bis 6.500 Euro. Das Fundament muss eben und maßgenau sein, besonders bei Fertiggaragen, die sonst nicht sauber aufsitzen. Hier lohnt sich Sorgfalt, weil Fehler später kaum zu korrigieren sind.
Garage bauen Kosten 2026
| Position | Kosten (ca.) |
|---|---|
| Fertiggarage inkl. Fundament und Aufbau | 6.000 – 15.000 € |
| gemauerte Massivgarage | 15.000 – 25.000 € |
| Fundament allein | 1.500 – 6.500 € |
| Planung und Baubewilligung (3 x 6 m, gemauert) | 2.500 – 3.000 € |
Dazu kommen Tor, Elektrik, eventuell Wasser und die Zufahrt. Eine befestigte, versickerungsfähige Einfahrt aus Rasengittersteinen oder Pflastersteinen rundet den Garagenbau ab.
Selbst bauen oder setzen lassen?
Eine gemauerte Garage ist für handwerklich geübte Bauherren in Eigenleistung machbar und spart Arbeitskosten – Fundament, Mauerwerk und Dach erfordern aber Erfahrung und Zeit. Eine Fertiggarage wird dagegen fertig geliefert und gesetzt; hier beschränkt sich die Eigenleistung meist auf die Vorbereitung des Fundaments. Wer wenig Zeit hat, fährt mit der Fertiglösung schneller, wer Wert auf Individualität legt, mit der gemauerten Variante.
Häufige Fragen zum Garagenbau
Was kostet es, eine Garage zu bauen?
Eine Fertiggarage inklusive Fundament und Aufbau kostet 2026 rund 6.000 bis 15.000 Euro, eine gemauerte Massivgarage 15.000 bis 25.000 Euro. Das Fundament allein schlägt mit 1.500 bis 6.500 Euro zu Buche, dazu kommen Tor, Elektrik und Zufahrt.
Braucht man für eine Garage eine Baugenehmigung?
Das ist Landessache. Massive gemauerte Garagen sind meist baubewilligungspflichtig, Fertiggaragen aus Holz oder Stahl kommen oft mit einer Bauanzeige aus. Kleine Bauten bis rund 50 m² und 3 m Höhe sind teils genehmigungsfrei – im Zweifel beim Bauamt der Gemeinde nachfragen.
Fertiggarage oder gemauerte Garage?
Die Fertiggarage ist günstiger und in Stunden aufgestellt, aber in Form und Optik begrenzt. Die gemauerte Garage ist teurer und braucht eine Baugenehmigung, dafür langlebig, individuell und optisch ans Haus anpassbar. Die Wahl hängt von Budget, Zeit und Anspruch ab.
Welches Fundament braucht eine Garage?
Ein tragfähiges, frostsicheres Fundament, meist eine Stahlbeton-Bodenplatte oder ein Streifenfundament. Es muss eben und maßgenau sein, damit vor allem Fertiggaragen sauber aufsitzen. Die Fundamentarbeiten kosten je nach Typ und Untergrund 1.500 bis 6.500 Euro.
Wie groß sollte eine Garage sein?
Für einen PKW sind rund 3 mal 6 Meter üblich, damit neben dem Auto noch Platz zum Aussteigen und für Stauraum bleibt. Wer zwei Fahrzeuge oder zusätzlichen Lagerraum unterbringen will, plant entsprechend größer – das beeinflusst auch die Genehmigungspflicht.
Ist ein Carport günstiger als eine Garage?
Ja, deutlich. Der Carport ist offen, braucht weniger Material und meist nur eine Bauanzeige. Er schützt vor Regen und Schnee, bietet aber keinen abschließbaren, einbruchsicheren Raum. Für wettergeschütztes, aber offenes Parken ist er die sparsame Lösung.
Kann man eine Garage selbst bauen?
Eine gemauerte Garage ist für handwerklich geübte Bauherren in Eigenleistung machbar und spart Arbeitskosten, erfordert aber Erfahrung bei Fundament, Mauerwerk und Dach. Bei der Fertiggarage beschränkt sich die Eigenleistung meist auf die Vorbereitung des Fundaments.