WPC-Terrassendielen sehen aus wie Holz, machen aber kaum Arbeit: kein Ölen, kein Splittern, keine Vergrauung. Der Werkstoff Wood-Plastic-Composite besteht aus Holz- oder Naturfasern und Kunststoff und ist dadurch besonders feuchte- und witterungsbeständig. Das Material kostet je nach Qualität rund 20 bis 60 Euro pro Quadratmeter. Wer die pflegeleichte Alternative zur Echtholzterrasse sucht, sollte allerdings wissen, dass WPC sich in der Sonne stärker aufheizt und arbeitet – beides lässt sich mit der richtigen Wahl und Verlegung gut beherrschen.
Was WPC ist
WPC (Wood-Plastic-Composite) ist ein Verbundwerkstoff aus Holz- oder Pflanzenfasern und Kunststoff, ergänzt um Additive. Er zählt zu den naturfaserverstärkten Kunststoffen und vereint die holzähnliche Optik und Haptik mit der Robustheit von Kunststoff. Das Ergebnis ist eine Diele, die splitterfrei, feuchteresistent und pflegeleicht ist. Ein Qualitätssiegel gibt Auskunft über Materialeigenschaften und Herkunft – bei WPC lohnt der Blick darauf besonders, weil die Qualitäten stark schwanken. Das Siegel der Qualitätsgemeinschaft Holzwerkstoffe etwa prüft nach der Norm EN 15534 auf Biegefestigkeit, Witterungs- und Formbeständigkeit; zertifizierte Dielen müssen mehrere hundert Kilogramm tragen, ohne zu brechen.
Vollprofil oder Hohlkammer
Es gibt zwei Bauarten der Dielen:
- Hohlkammerprofile sind leichter und günstiger, mit üblicherweise etwa 26 Millimeter Stärke. Sie sind der Klassiker im Einsteigerbereich.
- Vollprofile sind massiver, stabiler und hochwertiger, meist rund 20 Millimeter stark. Sie tragen mehr, verziehen sich weniger und wirken wertiger.
Für stark genutzte oder frei tragende Bereiche ist das Vollprofil die bessere Wahl, für das kleinere Budget das Hohlkammerprofil.
Vor- und Nachteile
Die Stärken liegen klar in der Pflege: WPC muss nicht geölt werden, splittert nicht, vergraut nicht und ist barfußfreundlich. Es ist wetterbeständig und farbstabil, sofern die Qualität stimmt. Dem stehen ein paar Nachteile gegenüber: WPC heizt sich in der Sonne stärker auf als Holz, dehnt sich bei Wärme aus und wirkt aus der Nähe weniger natürlich. Günstige Dielen können mit der Zeit ausbleichen. Wer den echten Holzcharakter bevorzugt, ist mit einer Holzterrasse aus Lärche besser bedient.
Verlegung und Kosten
WPC-Dielen werden meist mit versteckten Clips auf einer Unterkonstruktion befestigt – das ergibt eine glatte Fläche ohne sichtbare Schrauben. Wichtig ist, die thermische Ausdehnung zu berücksichtigen: An den Enden und Stößen müssen ausreichende Dehnungsfugen bleiben, damit sich die Dielen bei Hitze nicht wölben. Auch ein leichtes Gefälle und eine gute Belüftung unter den Dielen gehören dazu. Das Material kostet rund 20 bis 60 Euro pro Quadratmeter, die Verlegung durch den Fachbetrieb noch einmal etwa 30 bis 60 Euro. Rund um den Pool gelten besondere Anforderungen – dazu der Ratgeber zu den Terrassendielen im Swimmingpool-Bereich.
Häufige Fragen zu WPC-Terrassendielen
Was ist WPC?
WPC steht für Wood-Plastic-Composite, einen Verbundwerkstoff aus Holz- oder Pflanzenfasern und Kunststoff. Er verbindet die holzähnliche Optik mit der Robustheit von Kunststoff und ist besonders feuchteresistent, splitterfrei und pflegeleicht. Deshalb wird er gern für Terrassendielen verwendet.
Was kosten WPC-Terrassendielen?
Das Material kostet je nach Qualität rund 20 bis 60 Euro pro Quadratmeter – Einsteigerdielen ab etwa 20 Euro, die Mittelklasse 30 bis 45 Euro. Für die Verlegung durch einen Fachbetrieb kommen noch einmal etwa 30 bis 60 Euro pro Quadratmeter hinzu.
Muss man WPC pflegen oder ölen?
Ölen ist bei WPC nicht nötig – das ist einer seiner größten Vorteile gegenüber Echtholz. Es genügt, die Dielen gelegentlich zu reinigen. WPC splittert nicht und vergraut nicht. Damit ist der Pflegeaufwand deutlich geringer als bei einer Holzterrasse.
Heizt sich WPC in der Sonne auf?
Ja, WPC wird in der prallen Sonne spürbar wärmer als Echtholz, vor allem bei dunklen Farben. Auf einer Südterrasse kann das barfuß unangenehm werden. Hellere Töne heizen sich weniger auf. Wer viel Sonne hat, sollte das bei der Farbwahl berücksichtigen.
Vollprofil oder Hohlkammer?
Hohlkammerprofile sind leichter und günstiger, Vollprofile massiver, stabiler und hochwertiger. Für stark genutzte oder frei tragende Terrassen ist das Vollprofil die bessere Wahl, während das Hohlkammerprofil bei kleinerem Budget genügt. Ein Qualitätssiegel hilft bei der Einschätzung.
Worauf ist beim Verlegen zu achten?
Vor allem auf die thermische Ausdehnung: An Enden und Stößen müssen ausreichende Dehnungsfugen bleiben, damit sich die Dielen bei Hitze nicht wölben. Befestigt wird meist mit versteckten Clips auf einer Unterkonstruktion. Dazu gehören ein leichtes Gefälle und eine gute Belüftung unter den Dielen.