Sibirische Lärche ist die robuste, heimischfreundliche Alternative zu Tropenholz: Weil der Baum in der eisigen Taiga sehr langsam wächst, ist sein Holz dicht, hart und dank hohem Harzgehalt von Natur aus witterungsfest – eine Imprägnierung ist meist nicht nötig. Die Dielen kosten rund 6 bis 7 Euro pro Laufmeter, je nach Breite also etwa 45 bis 50 Euro pro Quadratmeter Material. Mit dem richtigen Unterbau, genug Fugenluft und Edelstahlschrauben lässt sich die Terrasse gut selbst bauen.
Warum sibirische Lärche?
Die Larix sibirica stammt aus der sibirischen Taiga und wird heute auch in Finnland und Schweden für die Holzgewinnung angebaut. Ihr langsames Wachstum macht sie härter und widerstandsfähiger als heimische Lärche. Der hohe Harzgehalt schützt das Holz von innen, sodass es auch ohne chemischen Schutz sehr witterungsbeständig ist. Wer eine ökologisch vertretbare Alternative zu Bangkirai und anderen Tropenhölzern sucht, liegt mit sibirischer Lärche richtig. Typisch ist die gelbliche Farbe, die unter UV-Licht nachdunkelt und mit der Zeit silbergrau vergraut – wer das nicht möchte, ölt die Dielen regelmäßig.
Die Unterkonstruktion
Das Fundament entscheidet über die Lebensdauer. Auf einem tragfähigen, entwässerten Untergrund werden Lagerhölzer – idealerweise ebenfalls aus Lärche – auf Punktfundamenten, Betonplatten oder verstellbaren Stelzlagern verlegt. Wichtig sind drei Punkte:
- Abstand der Lagerhölzer von rund 40 bis 50 Zentimetern, damit sich die Dielen nicht durchbiegen.
- Gefälle von 1 bis 2 Prozent, damit Regenwasser abläuft und nicht stehen bleibt.
- Belüftung: Unter den Dielen muss Luft zirkulieren können, sonst staut sich Feuchtigkeit und das Holz fault.
Dielen verlegen und befestigen
Beim Verlegen kommt es auf die Fugen an: Zwischen den Dielen sollte ein Abstand von etwa 5 bis 8 Millimetern bleiben, damit das Holz arbeiten kann und Wasser ablaufen kann. Verschraubt wird ausschließlich mit Edelstahlschrauben – normaler Stahl reagiert mit den Inhaltsstoffen der Lärche und hinterlässt dunkle Verfärbungen. Wer eine glatte Fläche ohne sichtbare Schrauben will, verwendet verdeckte Befestigungsclips. Als pflegeleichte, aber unökologischere Alternative bieten sich WPC-Dielen an. Eine bebilderte Anleitung zum Terrassenbau bietet das DIY-Magazin Selbst ist der Mann.
Pflege
Sibirische Lärche ist pflegeleicht. Es genügt, die Terrasse einmal jährlich gründlich zu reinigen und Verschmutzungen zeitnah zu entfernen. Wer die warme Holzfarbe erhalten will, ölt die Dielen ein- bis zweimal im Jahr mit einem passenden Terrassenöl. Verzichtet man darauf, vergraut das Holz gleichmäßig silbrig – das ist rein optisch und mindert weder Haltbarkeit noch Stabilität.
Häufige Fragen zur Holzterrasse aus Lärche
Warum sibirische statt heimischer Lärche?
Sibirische Lärche wächst in der eisigen Taiga sehr langsam und ist dadurch dichter, härter und widerstandsfähiger als heimische Lärche. Ihr hoher Harzgehalt macht sie von Natur aus witterungsfest, sodass keine Imprägnierung nötig ist. Sie ist zudem eine ökologische Alternative zu Tropenholz.
Was kosten Terrassendielen aus sibirischer Lärche?
Die Dielen kosten etwa 6 bis 7 Euro pro Laufmeter, je nach Breite also rund 45 bis 50 Euro pro Quadratmeter Material. Dazu kommen Unterkonstruktion, Edelstahlschrauben und gegebenenfalls Fundamente. In Eigenleistung bleibt eine Lärchenterrasse damit deutlich günstiger als eine vom Fachbetrieb gebaute.
Welche Schrauben für Lärche?
Ausschließlich Edelstahlschrauben. Die Inhaltsstoffe der Lärche reagieren mit normalem Stahl und hinterlassen dunkle Verfärbungen rund um die Schraube. Wer eine glatte Oberfläche ohne sichtbare Schrauben möchte, kann alternativ verdeckte Befestigungsclips verwenden.
Wie groß muss der Fugenabstand sein?
Zwischen den Dielen sollten etwa 5 bis 8 Millimeter Abstand bleiben. Diese Fuge lässt Regenwasser ablaufen und gibt dem Holz Platz, sich bei Feuchtigkeit auszudehnen und bei Trockenheit zu schwinden. Ohne ausreichende Fuge kann sich das Holz verwerfen oder Wasser stauen.
Muss man eine Lärchenterrasse ölen?
Nötig ist es nicht – ungeölt vergraut das Holz gleichmäßig silbrig, ohne an Haltbarkeit zu verlieren. Wer die warme Holzfarbe erhalten möchte, ölt die Dielen ein- bis zweimal jährlich mit Terrassenöl. In jedem Fall sollte die Terrasse einmal im Jahr gründlich gereinigt werden.
Warum braucht die Terrasse ein Gefälle?
Ein Gefälle von 1 bis 2 Prozent sorgt dafür, dass Regenwasser abläuft und nicht auf oder unter den Dielen stehen bleibt. Stehende Nässe fördert Fäulnis und verkürzt die Lebensdauer. Zusammen mit einer guten Belüftung unter den Dielen bleibt die Konstruktion trocken und langlebig.