Die Markise macht aus der Terrasse an heißen Tagen einen nutzbaren Freiraum – sie spendet Schatten, hält leichten Regen ab und lässt sich bei gutem Wetter ganz einschieben. Je nach Bauart und Ausstattung kostet sie zwischen rund 1.000 und über 3.000 Euro. Die klassische Gelenkarmmarkise mit Kurbel ist die günstigste Lösung, die Vollkassettenmarkise mit Motor und Windsensor die komfortabelste und langlebigste. Wichtig sind die passende Größe, ein gutes Tuch und die richtige Windwiderstandsklasse.
Die wichtigsten Markisenarten
Für Terrasse und Balkon kommen vor allem diese Typen infrage:
- Gelenkarmmarkise (offen): Tuch und Arme liegen frei, keine Kassette. Günstig, aber Tuch und Technik sind im eingefahrenen Zustand der Witterung ausgesetzt.
- Halbkassettenmarkise: Ein Gehäuse schützt das eingerollte Tuch von oben – ein guter Kompromiss aus Preis und Schutz.
- Vollkassettenmarkise: Tuch und Arme verschwinden komplett im geschlossenen Gehäuse. Die langlebigste Variante, ideal bei ganzjähriger Montage.
- Pergola- und Lamellendachmarkise: fest stehende Systeme für große Flächen, deutlich teurer.
Antrieb und Sensoren
Bedient wird die Markise per Kurbel oder Elektromotor. Der Motor ist bequemer und schont das Tuch, weil er es gleichmäßig auf- und abrollt. Komfortabel wird es mit Funkfernbedienung und automatischen Sensoren: Ein Sonnensensor fährt die Markise bei Sonne aus, ein Windsensor zieht sie bei Sturm rechtzeitig ein. Gerade der Windsensor ist keine Spielerei – er schützt die ausgefahrene Markise vor teuren Schäden.
Das Tuch und die Windwiderstandsklasse
Beim Tuch hat Acryl die Nase vorn: Es ist lichtecht, verblasst kaum und ist wasserabweisend, während günstigeres Polyester schneller ausbleicht. Entscheidend für die Standfestigkeit ist die Windwiderstandsklasse von 0 bis 3 – je höher, desto mehr Wind hält die ausgefahrene Markise aus. Klasse 2 entspricht bereits Windstärke 5, also etwa 29 bis 38 km/h. Darüber hinaus sollte jede Markise eingefahren werden. Für verstellbare Lamellen als Fenstersonnenschutz ist der Raffstore zuständig, für die Verdunkelung der Rollladen.
Was eine Markise kostet
Der Preis hängt stark von Bauart, Größe und Ausstattung ab. Als Orientierung inklusive Montage:
- Gelenkarmmarkise mit Kurbel und Polyester (etwa 4 x 3 Meter): rund 1.000 bis 1.500 Euro,
- Halbkassettenmarkise mit Motor und Acryltuch: etwa 1.550 bis 2.700 Euro,
- Vollkassettenmarkise mit Wind- und Sonnensensor: rund 2.000 bis 3.600 Euro,
- Pergolamarkise: ab etwa 3.000 Euro, hochwertige Lamellendächer deutlich mehr.
Die reine Montage einer 3 bis 6 Meter breiten Gelenkarmmarkise ohne Elektroanschluss schlägt mit etwa 200 bis 500 Euro zu Buche.
Montage und Genehmigung
Montiert wird an der Wand, unter der Decke oder an den Dachsparren – der Untergrund muss die Kräfte sicher aufnehmen, weshalb sich eine fachgerechte Befestigung mit tragfähigen Dübeln empfiehlt. Als außenliegender Schatten hält die Markise die Hitze ab, bevor sie das Glas erreicht – ein wirksamer sommerlicher Sonnenschutz, wie ihn auch DIE UMWELTBERATUNG empfiehlt. In Mietwohnungen und bei einheitlichen Fassaden kann eine Zustimmung von Vermieter oder Eigentümergemeinschaft nötig sein.
Häufige Fragen zur Markise
Was kostet eine Markise für die Terrasse?
Inklusive Montage kostet eine Gelenkarmmarkise mit Kurbel etwa 1.000 bis 1.500 Euro, eine Halbkassettenmarkise mit Motor 1.550 bis 2.700 Euro und eine Vollkassettenmarkise mit Sensoren 2.000 bis 3.600 Euro. Pergolamarkisen beginnen bei rund 3.000 Euro und reichen bei hochwertigen Lamellendächern deutlich höher.
Welche Markisenart ist die beste?
Für dauerhafte Montage ist die Vollkassettenmarkise am langlebigsten, weil Tuch und Technik im geschlossenen Zustand vollständig geschützt sind. Die Halbkassette ist ein guter Kompromiss aus Preis und Schutz, die offene Gelenkarmmarkise die günstigste Variante. Die Wahl hängt von Budget und Standort ab.
Acryl oder Polyester beim Markisentuch?
Acryl ist die bessere Wahl: Es ist lichtecht, verblasst kaum und ist wasserabweisend. Polyester ist günstiger, bleicht aber schneller aus. Da das Tuch dauerhaft der Sonne ausgesetzt ist, zahlt sich die höhere Lichtechtheit von Acryl über die Jahre aus.
Was bedeutet die Windwiderstandsklasse?
Sie gibt an, wie viel Wind eine ausgefahrene Markise aushält, eingeteilt von 0 bis 3. Je höher der Wert, desto standfester. Klasse 2 entspricht bereits Windstärke 5, also etwa 29 bis 38 km/h. Bei stärkerem Wind sollte die Markise immer eingefahren werden, am sichersten automatisch per Windsensor.
Braucht eine Markise einen Windsensor?
Empfehlenswert ist er auf jeden Fall. Der Windsensor fährt die Markise automatisch ein, sobald der Wind zu stark wird, und schützt sie so vor Sturmschäden. Zusammen mit einem Sonnensensor arbeitet die Markise vollautomatisch – das schont das Tuch und verlängert die Lebensdauer spürbar.
Braucht man für eine Markise eine Genehmigung?
Am Eigenheim meist nicht. In Mietwohnungen und bei Wohnungseigentum ist jedoch oft die Zustimmung des Vermieters oder der Eigentümergemeinschaft nötig, vor allem wenn die Fassade einheitlich gestaltet ist. Im Zweifel vorab nachfragen, um späteren Ärger zu vermeiden.