Gartenhaus aufbauen: Die Schritt-für-Schritt-Anleitung

Gartenhäuser verschönern den Garten und bieten viel Spielraum zur Personalisierung und Entfaltung. Sie stellen einen Ort der Entspannung, des gemütlichen Beisammenseins in der Natur oder des kreativen Schaffens dar. Gerade deshalb sollte auf jedes Detail geachtet werden. Nicht nur das Design, sondern auch der Aufbau spielt eine wichtige Rolle. Mit dieser Schritt-für-Schritt-Anleitung fällt es leichter, das Gartenhaus aufzubauen.

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Ideal für Ihr Werkzeug und den Rasenmäher – modern und aus Holz.

Die Gartenhausplanung

Es stehen verschiedene Überlegungen an, bevor mit dem Gartenhaus begonnen werden kann. So muss man beispielsweise zunächst den passenden Standort des Gartenhauses bestimmen. Einerseits sollte es nicht frontal schlechtem Wetter wie Regen und Wind ausgesetzt sein; andererseits ist es von Vorteil, wenn kein dichter Bewuchs es umgibt, weil man so freien Zugang zum Gebäude hat und es leichter reinigen und pflegen kann. Zum einen bietet es sich an, das Gartenhäuschen mitten ins Grüne zu stellen, weil es ein dekorativer Blickfang ist, zum anderen ist es hilfreich, wenn die Versorgungswege nicht zu lang sind und man z. B. in Hausnähe Zugang zu Strom und Wasser hat. Darüber hinaus gibt es baurechtliche Vorschriften, wie nah das Gartenhaus an der Grundstücksgrenze stehen darf.

Apropos Vorschriften: Für manche Gartenhäuser benötigt man eine Baugenehmigung. Die Bestimmungen variieren von Gemeinde zu Gemeinde und hängen von Faktoren wie der Größe, dem Fundament, der Ausstattung und der Verwendung ab. In Oberösterreich gehören beispielsweise bereits Gartenhütten bis 15 m² zu anzeigepflichtigen Bauvorhaben. Ein Gang zum Bauamt verschafft für jeden Klarheit.

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Ein rotes Gartenhaus aus Holz im skandinavischen Stil.

Fertigbausatz oder selbst gebautes Gartenhaus?

Zum Gartenhaus planen gehört es dazu, sich über die Details des Designs und Aspekte wie die Größe und das Material Gedanken zu machen. Davon abgesehen hat man die Wahl zwischen einem Fertigbausatz aus dem Handel und einem Eigenbau. Ein selbst gebautes Gartenhaus bringt den Vorteil, dass es den individuellen Vorstellungen anpassbar ist und man jeden Aspekt unter Kontrolle hat. Jedoch zieht der Eigenbau mehr Aufwand, mehr Zeit und höhere Kosten nach sich. Es besteht zudem das Risiko, dass man etwas Wichtiges vergisst und beispielsweise bei der Isolierung und Dämmung einfach nicht erfahren genug ist, um optimale Ergebnisse zu erzielen. So gesehen bietet es sich an, ein fertiges Gartenhaus zu kaufen. Denkbar viel Auswahl ist gegeben, wie ein Blick auf das umfangreiche Sortiment der Gartenhaus GmbH verdeutlicht. Die Gartenhäuser aus Holz versprechen hohe Qualität, die unter anderem FSC®-zertifiziert ist und für Nachhaltigkeit und Umweltfreundlichkeit steht. Zudem bietet der deutsche Gartenhausshop eine Lieferung nach Österreich, solange eine Zufahrt für einen 38Tonnen Sattel-LKW gegeben ist.

Holz ist das bevorzugte Material für das Gartenhaus, denn Metall kommt eher für den Geräteschuppen infrage. Baut man das Gartenhäuschen selbst, muss man sich mit der richtigen Anzahl an Holzbalken bzw. Bohlen und Brettern sowie Verbindern ausstatten. Für den Aufbau braucht man herkömmliches Werkzeug wie Hammer und Nägel, Schraubenzieher und Schrauben, Säge, Wasserwaage und Leiter.

Der Aufbau

  1. Das Fundament
    Ein Gartenhäuschen sollte sicher stehen und dabei im Idealfall auch vor Frost und Feuchtigkeit geschützt werden. Das ist vor allem bei einem anspruchsvollen Gartenhaus aus Holz wichtig. Der erste Schritt beim Aufbau ist das Fundament aus Beton. Es gibt drei unterschiedliche Fundamenttypen:

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  1. Unterkonstruktion
    Will man das Gartenhaus selber bauen, sollte man vor dem Aufbau das Holz mit Holzschutzmittel bestreichen. Die Lasur ist gründlich an allen Stellen aufzutragen, damit das Holz vor Fäulnis, Blaue und Schimmelpilz geschützt ist. Bei einem Fertigbau ist in der Regel bereits für die Holzpflege gesorgt. Zunächst wird der Boden des Gebäudes konstruiert. Dazu legt man die Bodenbalken auf das Fundament und verschraubt sie mit den Sockelbohlen, wobei auf rechte Winkel und einen komplett ebenen Untergrund zu achten ist. Bei den Längs- und Querträgern ist besonders genaue Arbeit gefragt, sodass man am besten die Diagonalen abmisst.
  2. Gartenhaus-Wände
    Je nach Modell und Konstruktion werden nun die Wandbohlen ineinandergesteckt oder vorgefertigte Wanddielen aufgestellt. In der Regel ist ein praktisches Nut- und Federsystem für das Ineinander- und Aufeinanderstecken vorhanden. Im Idealfall arbeitet man sich von der Rückwand über die Seitenwände an die Frontwand heran. Auf der Vorderseite muss danach die Tür eingearbeitet werden. Auch Fenster sind nach dem Wandaufbau zu berücksichtigen. Es ist wichtig, dass keine Lücken entstehen, die später für eine schlechte Wärmedämmung sorgen.
  3. Dämmung und Isolierung
    Die dämmende Isolierung ist entweder im Lieferumfang inbegriffen oder wird selbstständig angebracht. Sowohl der Boden und das Dach als auch die Wände sowie die Tür und die Fenster sind abzudichten, damit das Gartenhaus winterfest ist und man sich bei jeder Wetterlage darin aufhalten kann. Eine gute Isolierung und Dämmung macht Gartenhäuser langlebig, da sie vor Witterungsschäden schützt. Für den Boden kommt oft eine Dämmfolie zum Einsatz. Bei ökologischen Gartenhäusern bieten sich natürliche Materialien wie Mineralwolle, Holzwolle oder Hanffasern für die Wände an. Für das Dach kommen teilweise Bitumenbahnen infrage. Nicht vergessen sollte man die Freiräume für das Verlegen von Stromleitungen.
  4. Das Dach
    Das Gartenhausdach ruht auf dem Aufbau, also den Giebelelementen. Hierfür bringt man die Dachpfetten in die Aussparungen ein und verschraubt sie mit den Sparren. Auf den Giebelsockel folgt die Giebelspitze. Dem schließt sich die Dacheindeckung an, die für gewöhnlich aus Massivholz oder Spanplatten oder auch aus Metall besteht und verschraubt wird. Auf diese Basis kommen die Dachschindeln oder die Dachpappe. Man vernagelt sie und bringt abschließend die Dachrinne (und das Abflussrohr entlang der Wand) an. Alternativ zum Giebeldach mit Neigung ist ein Flachdach (gern begrünt) möglich, bei dem tragende Querstreben angebracht werden. Es bietet sich an, die Bodendielen erst jetzt zu verlegen.
  5. Holzpflege
    Ist der eigentliche Aufbau beendet, steht der Anstrich an. UV-Schutz durch Lasur oder Lack ist unerlässlich, damit das Holz-Gartenhaus lange Freude bereitet. Zum Schluss geht es ans Einrichten.
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