Terrassenüberdachung aus Holz und Alu – unser großer Ratgeber – Preise und Vorteile

Haus, Garten und Terrasse sind der ganze Stolz vieler Familien. Diese werden entsprechend geplant, verschlingen Unsummen an Geld und sollen letztendlich dafür sorgen, dass wir uns zuhause und geborgen fühlen. Ein besonders gemütlicher Ort ist dabei die Terrasse im Garten: Hier können wir entspannen, zur Ruhe kommen und uns vom stressigen Alltag erholen.

Dieser Bereich wird daher umfangreich genutzt und sollte auch entsprechend gestaltet werden. Zu einer Terrasse gehört meist auch eine entsprechende Überdachung, das sogenannte Terrassendach; dieses schützt nicht nur vor allzu intensiver Sonneneinstrahlung, sondern auch vor Niederschlägen aller Art. Rein optisch und architektonisch sind hier unzählige Möglichkeiten denkbar, bezüglich des Materials kommen allerdings meist nur zwei  Varianten in Frage: Holz und Aluminium.

holzüberdachung

Holz oder Aluminium – das ist die Frage.

Unser großer Ratgeber zum Thema Terrassenüberdachung setzt sich nun mit den jeweiligen Vor- und auch Nachteilen der beiden Materialien auseinander und versucht auch die unterschiedlichen Kosten in etwa gegenüberzustellen.

Die Terrassenüberdachung – Funktion und Möglichkeiten

Bevor wir uns mit den beiden Materialien etwas genauer beschäftigen, versuchen wir zunächst die Funktionen einer Terrassenüberdachung zu erörtern. Grundsätzlich erfüllen Terrassenüberdachungen zwei Aufgaben:

  • Sonnenschutz
  • Witterungsschutz – Schutz vor Niederschlägen

Um diese Aufgaben erfüllen zu können, sind unterschiedliche Terrassenüberdachungen denkbar. In der Regel ist zunächst darauf zu achten, dass durch diese Überdachung den angrenzenden Wohnräumen nicht die Chance auf Tageslicht genommen wird; dies bedeutet, die Abdeckungen bzw. die Terrassendächer an sich sollten zumindest teilweise lichtdurchlässig sein (wie beispielsweise Glas), damit auch die Wohnräume im Haus bzw. Gebäude hell und freundlich bleiben.

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Sonnenschutz für die Terrasse

Generell bieten sich verschiedene Produkte und Möglichkeiten an, um eine Terrasse im Garten zu überdachen, die einfachste und preiswerteste Variante ist mit Sicherheit eine Stoffmarkise – allerdings kann diese funktional, optisch und auch bezüglich der Langlebigkeit nicht mit richtigen Terrassenüberdachungen mithalten. Diese ist auch nicht lichtdurchlässig.

Aufbau und Dachkonstruktion

Unabhängig vom gewählten Material kann eine Terrassenüberdachung verschiedenartig aufgebaut und konzipiert sein, auch bezüglich der Dachkonstruktion sind viele Varianten und Möglichkeiten bekannt. Eine Dachterrasse kann freistehend errichtet oder an einer Hausmauer befestigt werden, in nahezu jedem Fall werden zusätzliche Dachstützen benötigt. Diese müssen nicht nur das Gewicht des Daches an sich stützen können, sondern etwa im Winter auch zusätzliche Schneebelastungen.

Ähnliches gilt auch für die Dachkonstruktion, einige gängige Modelle sind das:

  • Schrägdach
  • Satteldach
  • Rund- und Bogendach
  • Lamellendach
  • Pultdach
  • Flachdach mit minimaler Neigung

Wofür Sie sich letztendlich entscheiden, ist einerseits eine Geschmacksfrage, andererseits natürlich auch eine finanzielle Frage. Klar ist aber, dass die gewählte Dachkonstruktion bzw. das gewählte Terrassendachmodell in Kombination mit dem vorhandenen Platz, der Terrasse sowie der häuslichen Umgebung, einerseits funktionieren und Bestand haben muss, andererseits aber auch optisch und architektonisch harmonieren sollte.

Darüber hinaus ist die Dachkonstruktion selbst natürlich auch mit Dacheindeckungen zu schließen, hierfür stehen derzeit vor allem folgende Materialien zur Auswahl:

  • Polyesterharz
  • Polycarbonat
  • Acryl- oder Plexiglas
  • Verbundsicherheitsglas
  • Dachziegel

Diese Dacheindeckungen, die letztendlich vom Unterbau des Terrassendaches getragen werden, sollten wie bereits angesprochen robust und auch lichtdurchlässig sein; zumindest muss sichergestellt werden können, dass die angrenzenden Räume eines Gebäudes trotz Terrassenüberdachung Tageslicht erhalten.

Bezüglich der Robustheit des Materials sind gewisse Standards unerlässlich, die sich natürlich in einem Beratungsgespräch schnell klären lassen – grundsätzlich müssen die Eindeckungen aber neben dem Eigengewicht auch noch zusätzlichen Belastungen, wie durch Schneedruck verursacht, problemlos standhalten können.

Interessant: Von Glas wurde in der Vergangenheit immer mehr Abstand genommen, dieses kommt für ein Terrassendach nur noch selten in Frage.

Holz oder Aluminium – die Materialfrage

Für ein Terrassendach bzw. für eine komplette Dachterrassenkonstruktion ist ein robustes, optisch ansprechendes, finanzierbares sowie tragfähiges und wetterfestes Material auszuwählen. Allein diese kurze Liste an Anforderungen schränkt die Materialauswahl für eine Terrassenüberdachung sehr stark ein: Übrig bleiben meist nur noch Unterbaukonstruktionen aus Holz und / oder Alu.

Beide Materialien können den oben genannten Anforderungen im Normalfall entsprechen, allerdings ist ab und an ein wenig Pflege erforderlich. Speziell diverse Holzarten müssen immer wieder mit Schutzlasuren und darin enthaltenen UV-Filtern behandelt werden, um diese auch weiterhin wetterfest halten zu können. Sollten Sie diese wenigen Punkte beachten, können Terrassenüberdachungen aus Holz und Aluminium eine lange Lebenszeit erreichen.

Terrassenüberdachungen aus Holz

Wenn Sie über eine Terrassenüberdachung nachdenken, sollten Sie zunächst auch Leimholz als Material in Erwägung ziehen. Dieses besteht aus mehreren Holzschichten, welche mit speziellen Leimverbindungen verklebt und somit besonders robust und standhaft sind. Diese Terrassendachkonstruktion kommt vor allem auch dann zum Einsatz, wenn besonders hohe Tragfähigkeit erforderlich ist.

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Holz ist immer noch das beliebteste Material für Terrassenüberdachungen.

Die Vorteile von Leimholz im Überblick:

  • Sehr robust und tragfähig
  • Krümmungen sind möglich
  • Leichter als Stahlkonstruktionen
  • Einfach zu verarbeiten
  • Bei entsprechender Pflege sehr langlebig

Eine etwas günstigere Variante stellt im Vergleich eine Terrassenüberdachung aus Vollholz dar. Auch dieses Material ist sehr robust und tragfähig, allerdings mit leichten Nachteilen gegenüber dem Leimholz.

Wichtig: Wenn Sie sich für Vollholz entscheiden, müssen Sie darauf achten, dass dieses kesseldruckimprägniert ist – man spricht auch von KDI Holz. Nur dann ist Vollholz dauerhaft gegen Insektenbefall, Wasser, Pilze und Fäule geschützt.

Vorteile von Vollholz:

  • Preiswerteste Variante
  • Dennoch robust, tragfähig und auch langlebig
  • Häufig in verschiedenen Anstrichen erhältlich

Hier muss aber auch angemerkt werden, dass Vollholz Risse bilden kann, was sich natürlich negativ auf die Tragfähigkeit der Terrassenüberdachung auswirken wird. Generell ist diese Variante etwas pflegebedürftiger als Leimholz oder Aluminium.

Terrassenüberdachungen aus Alu

Ein Terrassendach aus Metall ist nicht jedermanns Sache, grundsätzlich aber eine kluge Wahl. Aluminium ist ein beständiges und zudem pflegeleichtes Material, welches sich vor allem langfristig bewähren wird. Rein optisch kann dieses nicht immer überzeugen, allerdings bietet dieses Metall natürlich mehr formgebenden Spielraum als beispielsweise Holz.

aluminium-überdachung

Vorteile von Aluminiumterrassenüberdachungen:

  • Langlebig
  • Pflegeleicht
  • Rostfrei und somit witterungsbeständig
  • Leicht zu reinigen
  • Nahezu keine Folgekosten
  • Lange Garantielaufzeiten (teilweise 20 Jahre und mehr)
  • Krümmungen sind möglich – generell sind mehr Form- und Gestaltungsmöglichkeiten gegeben

Der etwas höhere Anschaffungspreis für Aluminiumterrassendächer wird ab und an als negativer Punkt angeführt, allerdings ist dies auch nur die halbe Wahrheit. Betrachtet man die zu erwartende Lebensdauer und vergleicht man die Folgekosten verschiedener, anderer Varianten mit dieser, erweist sich die Aluminiumkonstruktion als langfristig sehr kluge Investition.

Welche Kosten sind zu erwarten?

Wie in vielen anderen, ähnlich gelagerten Themenbereichen ist es auch hier nur schwer möglich, genaue Preise und Kosten zu nennen. Grundsätzlich ist es aber möglich, einige pauschale Einschätzungen abzugeben und diverse Kostenfaktoren anzuführen.

In der Regel sind die Aluminiumkonstruktionen in der Anschaffung am teuersten, knapp gefolgt von Leimholzvarianten; am günstigsten sind eindeutig die Vollholzvarianten. Natürlich entscheiden auch andere Faktoren darüber, wie teuer eine Überdachung, wie teuer die kompletten Bausätze und Produkte letztendlich sein werden. Dazu zählen neben den Material auch

  • die gewählten Dacheindeckungen (Glas, Dachziegel, Kunststoff)
  • die Größe
  • die Dachkonstruktion
  • Transport und Montage
  • die anfallende Folgekosten (Pflege)
  • Extras (Lamellendach, spezielle Unterbaukonstruktionen) und mehr.

Einen ungefähren Vergleich ermöglichen die folgenden Zahlen, die einen ungefähren Durchschnittswert wiedergeben. Diese können natürlich von Unternehmen zu Unternehmen variieren, die Berechnungen orientieren sich an einer Größe von 4 x 3 Meter und einem preiswerten Kunststoffdach:

  • Vollholz KDI: Materialkosten von ca. 700 € aufwärts
  • Leimholz: Materialkosten von ca. 1.500 € aufwärts
  • Aluminium: Materialkosten von ca. 1.800 € aufwärts

Die Leimholz- und Aluminiumüberdachungen sind preislich meist eng beieinander und auch qualitativ nahezu ebenbürtig. Hier entscheiden häufig statische und optische Aspekte für oder gegen ein Material; wer sich für Vollholz entscheidet, tendiert grundsätzlich eher zur günstigsten Variante.

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