
Rollos sind der unkomplizierte Klassiker unter den Fensterdekorationen: Sie spenden Sicht- und Sonnenschutz, lassen sich in Sekunden bedienen und oft ganz ohne Bohren montieren. Vom transparenten Standardrollo über das raffinierte Doppelrollo bis zum lichtdichten Verdunkelungsrollo gibt es für jeden Raum die passende Variante. Wer die Typen, Stoffe und Montagearten kennt, findet leicht die richtige Lösung – und weiß, wann ein Rollo als Hitzeschutz genügt und wann nicht.
Aufbau und Bedienung
Ein Rollo ist im Kern simpel aufgebaut: Über eine Tuchwelle wird ein Stoff- oder Kunststoffbehang auf- und abgewickelt. Bedient wird per Kettenzug, Seitenzug oder Federmechanik, komfortabler auch elektrisch per Motor und Fernbedienung. Diese einfache Technik macht Rollos wartungsarm und langlebig.
Die Rollo-Typen
- Standardrollo: Ein durchgehender Behang – je nach Stoff transparent, blickdicht oder verdunkelnd.
- Doppelrollo (Duo-Rollo): Zwei Stofflagen mit abwechselnd transparenten und blickdichten Streifen. Durch Verschieben lässt sich der Lichteinfall stufenlos regulieren – ein reizvolles Lichtspiel.
- Verdunkelungsrollo: Mit lichtdichtem Stoff und seitlichen Führungsprofilen, die kaum einen Lichtstrahl durchlassen – ideal fürs Schlaf- und Kinderzimmer.
- Plissee: Ein gefalteter Stoff, der sich von oben und unten verstellen lässt – auch für Dachfenster und Sonderformen geeignet.
- Thermorollo: Mit Aluminiumbeschichtung auf der Rückseite, die im Sommer Hitze reflektiert und im Winter Wärme im Raum hält.
Die Stoffe
Der Stoff entscheidet über die Wirkung: transparente Stoffe streuen das Licht und wahren dabei etwas Privatsphäre, blickdichte schützen vor Einblick, verdunkelnde machen den Raum dunkel. Speziell beschichtete oder perlmuttbedampfte Stoffe reflektieren zusätzlich einen Teil der Sonnenwärme. Bei der Wahl lohnt es sich, den Stoff auf die restliche Einrichtung abzustimmen.
Montage: mit oder ohne Bohren
Bei der Befestigung gibt es zwei Wege:
- Ohne Bohren: Klemmfix-Rollos werden mit Klemmträgern direkt am Fensterflügel eingehängt – ideal für Mieter und für schnelle, spurenlose Montage.
- Mit Bohren: An Wand, Decke oder im Fensterfalz verschraubt, sitzt das Rollo dauerhaft fest und lässt sich auch großflächig vor die ganze Fensternische setzen.
Rollo als Hitzeschutz: die Grenzen
Hier ist Ehrlichkeit gefragt: Ein innenliegendes Rollo schützt hervorragend vor Blendung und Einblick, gegen sommerliche Hitze ist es aber nur bedingt wirksam. Denn die Sonnenwärme dringt bereits durch die Scheibe in den Raum, bevor das Rollo sie stoppt. Deutlich effektiver gegen Überhitzung ist ein außenliegender Sonnenschutz wie ein Raffstore oder Rollladen, der die Wärme abfängt, bevor sie das Glas erreicht. Ein Thermorollo mit Alubeschichtung mildert das Problem innen immerhin. Außenliegende Beschattung reflektiert bis zu 90 Prozent der Wärmestrahlung, wie die Umweltberatung zum sommerlichen Hitzeschutz erklärt.
Häufige Fragen zu Rollos
Welche Rollo-Typen gibt es?
Die wichtigsten sind das Standardrollo, das Doppelrollo mit transparenten und blickdichten Streifen, das Verdunkelungsrollo, das Plissee und das Thermorollo mit Aluminiumbeschichtung. Sie unterscheiden sich in Lichtdurchlässigkeit, Verstellbarkeit und Hitzeschutz.
Kann man Rollos ohne Bohren montieren?
Ja. Klemmfix-Rollos werden mit Klemmträgern direkt am Fensterflügel eingehängt, ohne zu bohren. Das ist ideal für Mieter und für eine schnelle, spurenlose Montage. Alternativ lassen sich Rollos an Wand, Decke oder im Fensterfalz verschrauben.
Was ist ein Doppelrollo?
Ein Doppelrollo, auch Duo-Rollo, besteht aus zwei Stofflagen mit abwechselnd transparenten und blickdichten Streifen. Durch Verschieben der Lagen lässt sich der Lichteinfall stufenlos zwischen offen und blickdicht regulieren.
Welches Rollo verdunkelt am besten?
Das Verdunkelungsrollo mit lichtdichtem Stoff und seitlichen Führungsprofilen. Die Profile verhindern, dass an den Rändern Licht eindringt, sodass der Raum wirklich dunkel wird – ideal fürs Schlafzimmer, Kinderzimmer oder Heimkino.
Schützt ein Rollo vor Hitze?
Nur begrenzt. Ein innenliegendes Rollo schützt vor Blendung und Einblick, gegen sommerliche Hitze ist es aber wenig wirksam, weil die Wärme schon durch die Scheibe kommt. Deutlich besser wirkt außenliegender Sonnenschutz wie Raffstore oder Rollladen. Thermorollos mildern das Problem innen.
Eignen sich Rollos für Dachfenster?
Ja, besonders Plissees und spezielle Dachfensterrollos mit seitlichen Führungsschienen, die den Stoff auch in Schräglage sicher halten. So bleibt der Behang in jeder Position an Ort und Stelle und schützt zuverlässig vor Sonne.
Wie reinigt man Rollos?
Meist genügt regelmäßiges Abstauben oder Absaugen mit weicher Bürste. Flecken lassen sich bei vielen Stoffen vorsichtig mit einem feuchten Tuch und milder Seife abtupfen. Die genaue Pflege hängt vom Material ab – der Hersteller gibt dazu passende Hinweise.