Das Fundament ist im wahrsten Sinne von tragender Bedeutung – es überträgt die gesamte Last des Hauses sicher in den Boden. Das Streifenfundament ist dabei eine der gängigsten Varianten: durchgehende Betonstreifen unter den tragenden Wänden, die frostfrei gegründet werden. Fertig hergestellt kostet es je nach Ausführung rund 80 bis 200 Euro pro Laufmeter. Wer die Frosttiefe, die Bewehrung und die Alternativen kennt, legt ein sicheres Fundament für sein Bauvorhaben.
Was ein Streifenfundament ist
Beim Streifenfundament wird nur unter den tragenden Wänden ein durchgehender Betonstreifen gegossen – nicht die ganze Fläche. Diese Streifen verteilen die Last der Wände flächig auf den Baugrund. Das spart gegenüber einer durchgehenden Bodenplatte Beton und Bewehrung und ist vor allem bei leichteren oder unterkellerten Gebäuden eine wirtschaftliche Lösung.
Frostfrei gründen
Der wichtigste Grundsatz: Ein Fundament muss frostfrei gegründet werden. Gefriert Wasser im Boden unter dem Fundament, dehnt es sich aus und hebt das Bauwerk an – mit Rissen als Folge. Deshalb muss die Fundamentsohle unterhalb der Frostgrenze liegen: mindestens 80 Zentimeter tief, in der Praxis oft 100 bis 120 Zentimeter. Die genaue Tiefe hängt von der Region und dem Boden ab.
Aufbau und Bewehrung
Ein fachgerechtes Streifenfundament entsteht in mehreren Schritten:
- Aushub: Die Gräben werden bis in frostfreie Tiefe ausgehoben.
- Sauberkeitsschicht: Eine verdichtete Schotterschicht bildet die Basis.
- Bewehrung: Betonstahl nimmt die Zugkräfte auf – üblich sind eine Längsbewehrung mit je mindestens zwei Stäben (Durchmesser 10 bis 16 mm) oben und unten, Querbügel im Abstand von 15 bis 25 cm und eine Betondeckung von mindestens 5 cm gegen Korrosion.
- Betonieren: Der Streifen wird mit Beton (meist C25/30) gegossen.
Als Faustregel ist das Streifenfundament mindestens doppelt so breit wie die darauf stehende Wand. Die genaue Dimensionierung übernimmt der Statiker anhand von Gebäudelast und Bodengutachten.
Streifenfundament, Bodenplatte oder Punktfundament?
- Streifenfundament: unter den tragenden Wänden, spart Material, ideal bei unterkellerten oder leichteren Gebäuden.
- Bodenplatte: eine durchgehende Stahlbetonplatte, die sofort einen nutzbaren Boden bietet und als Thermobodenplatte mit integrierter Dämmung Heizkosten spart.
- Punktfundament: einzelne Fundamentpunkte für Einzellasten wie Carport-Pfosten, Zaun oder Gartenhaus.
Welches Fundament das richtige ist, hängt von Gebäude, Keller und Boden ab und fließt in die Kosten für den Hausbau ein.
Streifenfundament Kosten 2026
| Ausführung | Kosten pro Laufmeter (ca.) |
|---|---|
| Streifenfundament vom Fachbetrieb | 80 – 200 € |
| in Eigenleistung (nur Material) | 24 – 34 € |
Zum Vergleich: Eine Bodenplatte kostet komplett rund 230 bis 280 Euro pro Quadratmeter, ein Punktfundament 50 bis 150 Euro pro Stück. Wie man frostfrei gründet, erklärt anschaulich das Portal bauen.de.
Selbst bauen?
Kleine Fundamente für ein Gartenhaus, einen Carport oder eine Mauer sind für geübte Heimwerker machbar. Das Fundament eines Wohnhauses gehört dagegen mit Statik und Bodengutachten in Fachhände – Fehler am Fundament sind später kaum zu beheben und gefährden das gesamte Gebäude. Auch bei einer Garage ist ein maßgenaues, frostfreies Fundament die Voraussetzung.
Häufige Fragen zum Streifenfundament
Was kostet ein Streifenfundament?
Vom Fachbetrieb kostet ein Streifenfundament rund 80 bis 200 Euro pro Laufmeter, in Eigenleistung liegen die reinen Materialkosten bei 24 bis 34 Euro pro Laufmeter. Der Preis hängt von Tiefe, Breite, Bewehrung und Bodenverhältnissen ab.
Wie tief muss ein Streifenfundament sein?
Es muss frostfrei gegründet werden, also unter der Frostgrenze liegen – mindestens 80 Zentimeter tief, in der Praxis oft 100 bis 120 Zentimeter. Sonst kann gefrierendes Wasser im Boden das Fundament anheben und Risse verursachen. Die genaue Tiefe hängt von Region und Boden ab.
Wie breit muss ein Streifenfundament sein?
Als Faustregel mindestens doppelt so breit wie die darauf stehende Wand, damit die Last gut verteilt wird. Die genaue Breite und Bewehrung berechnet der Statiker anhand der Gebäudelast und des Bodengutachtens.
Streifenfundament oder Bodenplatte – was ist besser?
Das Streifenfundament spart Beton und ist bei unterkellerten oder leichteren Gebäuden oft günstiger. Die Bodenplatte bietet sofort einen nutzbaren Boden und kann als Thermobodenplatte mit Dämmung Heizkosten sparen. Welche Lösung passt, hängt von Gebäude, Keller und Boden ab.
Welcher Beton wird für ein Streifenfundament verwendet?
Üblich ist ein Beton der Festigkeitsklasse C25/30 in Kombination mit einer Bewehrung aus Betonstahl. Die Bewehrung nimmt die Zugkräfte auf, eine Betondeckung von mindestens 5 Zentimetern schützt den Stahl vor Korrosion.
Wofür eignet sich ein Punktfundament?
Das Punktfundament ist ideal für Einzellasten wie Carport- oder Zaunpfosten, ein Gartenhaus, eine Wäschespinne oder ein Spielgerät. Es ist das einfachste und günstigste Fundament, aber nicht für flächige Gebäudelasten geeignet.
Kann man ein Streifenfundament selbst bauen?
Für kleine Bauten wie Gartenhaus, Carport oder Mauer ist es mit handwerklichem Geschick machbar. Das Fundament eines Wohnhauses gehört dagegen mit Statik und Bodengutachten in Fachhände, weil Fehler später kaum zu beheben sind und das ganze Gebäude gefährden.
