Aufsperrdienst in Wien – Darauf sollten Sie achten!

Vor einer verschlossenen Tür zu stehen, ist unangenehm. Der Schlüssel zum Schloss ist unauffindbar, guter Rat ist nun teuer. So teuer, dass es vielen Betroffenen noch lange nach diesem Missgeschick die Zornesröte ins Gesicht treibt, wenn Sie über diese unsägliche Begebenheit berichten.

Leider gibt es in der Schlüsseldienst- und Aufsperrdienstbranche nachweislich sehr viele Schwarze Schafe, welche die Notsituation der Menschen beinhart ausnützen. Zum einen fehlt es häufig an einer entsprechenden Fachausbildung, zum anderen sind die Preise teils jenseitig hoch. Den ehrlichen gewerbetreibenden Unternehmen bleibt in jederlei Hinsicht nur der Schaden, da auch auf diesen der schlechte Ruf der gesamten Branche und Innung lastet.

Speziell in einer Metropole wie Wien ist ein großes Potential an Missbrauch gegeben. Hier benötigen täglich an die 100 Menschen und etwas mehr einen Aufsperrdienst. In der Regel haben diese keine Nummer für einen Aufsperrdienst in Wien parat und suchen via Smartphone und Internet nach einer Lösung. Den Zuschlag erhalten häufig die in den Suchmaschinen erstgereihten und beworbenen Anbieter – leider handelt es sich dabei auch immer wieder um eher fragwürdige Betriebe.

Wie können Sie also auch in einer Notsituation diesen gelinde gesagt betrügerischen Unternehmen in Wien entgehen? Wir versuchen Ihnen Mithilfe dieses Ratgebers die passenden Antworten zu liefern!

Welche Aufgaben übernimmt ein Aufsperrdienst bzw. Schlüsseldienst?

Zunächst sollte natürlich besprochen werden, welche Aufgaben und Tätigkeiten ein Aufsperrdienst in Wien erledigt. Streng genommen müsste hier zwischen einem Aufsperrdienst und einem Schlüsseldienst unterschieden werden, im Alltag verwenden wir aber abwechselnd beide Bezeichnungen und meinen damit ein und dieselbe Branche.

Der Aufsperrdienst übernimmt, wie der Name bereits verrät, das Aufsperren und Öffnen von zugefallenen und verschlossenen Türen. Diese Arbeiten fallen in der Regel in den Tätigkeitsbereich eines Schlüsseldienstes. Denn der Schlüsseldienst bietet noch eine Reihe weiterer Arbeiten und Dienste an, die vor allem mit der Sicherheit und Sicherung von Eingangsbereichen, Wohnungen und Häusern zu tun haben. Zu den Aufgabenbereichen eines Schlüsseldienstes zählen so mitunter:

  • Aufsperrdienst für Gebäude und Fahrzeuge
  • Anfertigung von Nachschlüsseln
  • Beratung, Verkauf und Montage von Sicherheitsschlössern
  • Häufig: Verkauf und Montage von Sicherheitstechnik für den Einbruchsschutz von Gebäuden
  • Bedarfsorientierte Risikoanalyse
  • Reparatur und Einbau von Schlössern nach Einbruch (Einbruchsschadenbeseitigung)

Unter Umständen übernimmt das eine oder andere Unternehmen auch noch weitere Aufgaben, die diesem Bereich und Gewerbe zuzuordnen sind. Eher selten konzentriert sich ein Betrieb rein auf die Sparte Aufsperrdienst – die Gewinne wären von zu geringem Ausmaß und die Beschäftigung nicht auslastend.

Ausgebildete Fachkräfte – Sicherheitstechnik

Damit dürfte auch klar sein, dass in dieser Branche vor allem eines gefragt ist: Geschultes Fachwissen und eine Fachkraftausbildung. Sind diese essentiellen Anforderungen nicht erfüllt, können auch das berufliche Anforderungsprofil nicht zur Zufriedenheit der Kunden und Arbeitgeber abgedeckt werden. Theorie, Praxis, jahrelange Erfahrung und Übung sorgen dafür, dass einerseits verschlossene Türen möglichst problemlos geöffnet, aber auch dafür, dass im Bereich der Sicherheitstechnik zielgerichtet informiert werden kann.

Grundsätzlich ließe sich mit Angstmache und entsprechenden Statistiken leicht auch teure Sicherheitstechnik (von Sicherheitskameras, über Bewegungsmelder bis hin zu Sicherheitstüren und Sicherheitsschlössern) verkaufen; allerdings widerspricht das zum einen dem Moralkodex der Schlossereiinnung und der gesamten Branche, zum anderen wird der Ruf und das Ansehen eines Betriebes unter solcherlei Voraussetzungen sehr bald mehr als nur beschädigt sein.

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Eine zielgerichtete Beratung und Sicherheitsanalyse orientiert sich vor allem am zu schützenden Objekt. Im Falle einer Wohnung betrifft dies natürlich den Wert der Wohnung selbst sowie den Wohnungsinhalt. Die empfohlene Sicherheitstechnik sollte so auch diesem Wert entsprechen und nicht über Gebühr ausfallen, nur um sich als Betrieb selbst bereichern zu können. Natürlich kann nach entsprechender Auskunft und Information aber auch der Kunde auf einen höheren Sicherheitsgrad bestehen, da er ein größeres Sicherheitsgefühl wünscht.

Diese Form der Beratung erfordert Fachkenntnis, ebenfalls die Sicherheitsanalyse und die Montage von Sicherheitstechnik aller Art. Diese Kenntnis und auch der geschulte Blick für Schwachstellen im Gebäudeschutz muss erlernt und durch jahrelange Erfahrung perfektioniert werden. Hier zahlt es sich doppelt aus, auf bewährte und erfahrene Qualität Wert zu legen.

Welche Aufgaben erfüllt der Aufsperrdienst?

Der Aufsperrdienst wird Vorort erledigt, wenn Sie sich etwa selbst ausgesperrt haben. Meist geschieht dies im Zuge einer Unachtsamkeit, beispielsweise sorgt starker Luftzug dafür, dass die Haustür wieder ins Schloss fällt, oder der Schlüssel wurde zuhause vergessen. Da so ein Malheur zu jeder Tageszeit, an jedem Wochentag geschehen kann, bietet der Fachbetrieb seine Dienste auch rund um die Uhr, also 24 Stunden am Tag an. Natürlich auch an Wochenenden und Feiertagen.

Wichtig ist nun, dass der Fachmann sich das Schloss und die Tür zunächst sehr genau ansieht und prüft, sofern nicht bekannt, ob ein Schlüssel steckt. Dies sollte für eine erfahrene Person kein Problem darstellen. Die Aufgabe besteht nun vor allem darin, die Türe zu öffnen, ohne dabei Schäden am Schloss, Türstock oder der Tür selbst zu verursachen. Sollte dies nicht möglich sein, muss der Schaden so gering als nur irgend möglich ausfallen. Jedenfalls ist zunächst der Kunde darüber zu informieren, da dies die Preise in der Regel hebt; natürlich auch dahingehend, dass ein neues Schloss und unter Umständen auch die Türe repariert oder ersetzt werden muss.

In einem Großteil aller Fälle kann aber ein Schaden vermieden werden, viele Türen und Schlösser lassen sich sogar mit sehr einfachen Mitteln wieder öffnen. Manch ein Kunde wird überrascht sein, wie unsicher sein Haustürschloss doch eigentlich ist – speziell bei älteren Modellen reicht mitunter ein Stück Karton, um das Türschloss zu knacken. Ist dies der Fall, wird der Notdienst-Experte mit hoher Wahrscheinlichkeit auch diesbezüglich ein Informationsgespräch führen.

Tipp: Speziell in Wien werden immer wieder Fördergelder vergeben, falls Sie Sicherheitstüren oder Sicherheitsschlösser einbauen möchten! Diesbezüglich sollten Sie sich bei Ihrem Sicherheitsexperten oder dem entsprechenden Magistrat erkundigen!

Kosten für Aufsperrdienste in Wien

Speziell in einer Großstadt wie Wien gibt es sehr viele Anbieter im Bereich Aufsperrdienst, somit ist auch ein großer Konkurrenzkampf gegeben. Grundsätzlich können Sie von Pauschalangeboten mit Niedrigpreisen Abstand halten, hierbei handelt es sich meist um ein reines Lockangebot. Klären Sie zudem die Preise zunächst am Telefon ab, damit es später keine bösen Überraschungen gibt.

Die Kosten setzen sich teilweise unterschiedlich zusammen, einige Betriebe berechnen Pauschalpreise, andere rechnen Wegzeiten oder Anfahrtszeiten getrennt ab. Da der Notdienst jederzeit aushilft, ergeben sich auch aus der Tageszeit unterschiedliche Tarife (Am Abend und in den Nachtstunden gibt es Preiszuschläge), genauso wie Wochenend- und Feiertagszuschläge üblich sind.

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Entscheidend ist aber natürlich auch, welche Arbeit zu verrichten ist. Hier kann folgendermaßen unterschieden werden:

  • Türe ist zugefallen
  • Türe ist zugefallen und Schlüssel steckt an der Innenseite
  • Türe ist versperrt
  • Diverse Zuschläge beispielsweise für das Ausfräsen eines Schlosses oder den Einsatz eines Spionöffners (darauf wird im Vorfeld hingewiesen)
Achtung: Bei Preisen jenseits der 300 Euro für einen Aufsperrdienst sollten Sie hellhörig werden. Selbst in den Nachstunden an Feiertagen sollte samt Zuschläge für langwierige Arbeiten das Öffnen eines Schlosses kaum mehr als 200 – 250 Euro kosten!

Worauf müssen Sie bei der Auswahl achten

Es wäre ratsam, wenn Sie sich einmalig 5 – 10 Minuten Zeit nehmen und einen Schlüsseldienst in Ihrer unmittelbaren Nähe suchen. Wenn Sie fündig geworden sind, speichern Sie dessen Telefonnummer im Handy und hinterlegen Sie zur Sicherheit vielleicht auch noch Visitenkarten oder die Kontaktnummer in Ihrer Brieftasche, im Auto oder in einer Handtasche / Rucksack.

Sollten Sie im Notfall keine Nummer zur Hand haben, ist Vorsicht angebracht. Dank Smartphone lässt sich heute schnell eine Internetsuche via Suchmaschine starten, im Idealfall sollten Sie der Suchanfrage aber noch Ihre Adresse beifügen. So werden Sie in erster Linie Notdienste in Ihrer unmittelbaren Umgebung ausfindig machen können.

Vorsicht ist daher geboten, da zuletzt (2015) ein vom VKI (konsument.at) und ORF Magazin „Heute Konkret“ durchgeführter Test in Wien ein übles Sittenbild zu Tage förderte: Von 14 getesteten Betrieben und Unternehmen konnten nur 3 eine Türe der mittleren Sicherheitsklasse beschädigungsfrei aufsperren, nur zwei wurden mit einem Sehr Gut ausgezeichnet. Weit erschreckender ist zudem der Umstand, dass speziell schlecht bis gering ausgebildetes Personal am Werk war und für diese Dilettantenarbeit teilweise auch noch über 700 Euro verrechnen wollten. Außerdem wurden die Testpersonen mit inakzeptablen Wartezeiten konfrontiert.

Tipp: Klären Sie direkt am Telefon, wie lange die Wartezeit sein wird. Fragen Sie auch nach, ob eine Verspätung Preisnachlässe nach sich zieht!

Wichtig für Ihre Auswahl:

  • Aufsperrdienst in der unmittelbaren Umgebung auswählen
  • Achten Sie auf einen 24 h Service / Rund um die Uhr Dienst
  • Klären Sie die möglichen Kosten direkt am Telefon ab
  • Erkundigen Sie sich nach der Wartezeit und etwaigen Vergünstigungen bei Verspätung
  • Vorsicht bei Mehrwertnummern, Werbeaufklebern und Online-Betrieben ohne Ladengeschäft
  • Legen Sie Wert auf Pauschalen ohne separate Fahrtkosten- und Arbeitszeitkostenabrechnung
  • Legen Sie Wert auf Fachbetriebe und achten Sie auf das „Gütesiegel Aufsperrer“

Fachbetriebe und Gütesiegel

Um sich die Qualität eines Fachbetriebes sichern zu können, müssen Sie im Grunde genommen nur auf das Gütesiegel Aufsperrer des „Kuratoriums für Einbruchschutz und Objektsicherung (KEO)“ achten. Ziel dieses Vereins ist die Qualitätssicherung und Qualitätsanhebung der gesamten Branche. Das vergebene Gütesiegel für Fachbetriebe in ganz Österreich wurde vom Bundesminister für Wirtschaft und Arbeit bewilligt.  Die Vergabe erfolgt jährlich neu, Betriebe und deren Mitarbeiter können sich damit auch ausweisen.

Tipp: Wenn Sie auf Nummer sicher gehen möchten, können Sie auch auf der Website des KEO eine Fachbetriebe-Liste abrufen!

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