Das Bauspardarlehen ist der zweite Teil des Bausparens: Wer angespart hat, bekommt ein zinssicheres Darlehen für das eigene Zuhause. Sein größter Vorteil ist die gesetzliche Zinsobergrenze – variabel verzinste Bauspardarlehen dürfen 20 Jahre lang höchstens 6 Prozent kosten, egal wie stark die Marktzinsen steigen. Seit 1. Jänner 2026 sind bis zu 310.000 Euro pro Person möglich, für ein Paar also bis zu 620.000 Euro. Das macht das Bauspardarlehen zum planbaren Baustein jeder Finanzierung.

So entsteht der Anspruch
Das Bauspardarlehen wächst aus einem Bausparvertrag heraus. In der Ansparphase – meist über sechs Jahre – zahlt man regelmäßig ein und erhält Zinsen sowie die staatliche Bausparprämie. Ist ein bestimmter Anteil der Bausparsumme angespart, je nach Tarif rund 40 bis 50 Prozent, entsteht der Anspruch auf das Darlehen. Bei der Zuteilung wird die Differenz zwischen der vereinbarten Vertragssumme und dem angesparten Betrag als Darlehen ausbezahlt.
Die Zinsobergrenze – der große Vorteil
Das Herzstück des Bauspardarlehens ist die gesetzliche Zinsobergrenze. Bei variabler Verzinsung darf der Zinssatz ab der Zuteilung 20 Jahre lang 6 Prozent nicht überschreiten – selbst wenn die Marktzinsen darüber hinaus steigen. Diese Deckelung schützt vor einem Zinsschock und macht die Rate langfristig kalkulierbar. Der Zinssatz und die Tilgungsraten stehen zudem schon bei Vertragsabschluss fest, sodass man von Anfang an weiß, was auf einen zukommt.
Höhe und Zweckbindung
Seit 1. Jänner 2026 liegt die gesetzliche Höchstgrenze bei 310.000 Euro pro Person (zuvor 300.000 Euro) – bei einem Paar mit zwei Verträgen also bis zu 620.000 Euro. Das Bauspardarlehen ist allerdings zweckgebunden: Es darf nur für die Schaffung, Sanierung oder Erweiterung von Wohnraum verwendet werden – etwa für den Grundstückskauf, den Hausbau, den Wohnungs- oder Hauskauf. Eine freie Verwendung wie bei einem Konsumkredit ist nicht möglich.
Als Baustein der Finanzierung
In der Praxis deckt das Bauspardarlehen selten die gesamten Kosten, sondern ist ein zinssicherer Baustein neben Eigenkapital und einem Bankkredit. Gerade in Zeiten schwankender Zinsen bringt es Stabilität in die Gesamtfinanzierung, weil der gedeckelte Teil nicht aus dem Ruder laufen kann. Wie sich die Finanzierungsformen sinnvoll kombinieren lassen, zeigen die Ratgeber zur Hausfinanzierung und zur Baufinanzierung. Die staatliche Förderung des Bausparens erklärt das Portal oesterreich.gv.at.
Häufige Fragen zum Bauspardarlehen
Was ist ein Bauspardarlehen?
Ein zweckgebundenes Wohndarlehen, das aus einem Bausparvertrag hervorgeht. Nach der Ansparphase hat man Anspruch auf ein zinssicheres Darlehen zur Schaffung oder Sanierung von Wohnraum. Sein Kennzeichen ist die gesetzliche Zinsobergrenze, die den Zinssatz nach oben begrenzt.
Wie hoch ist die Zinsobergrenze?
Bei variabel verzinsten Bauspardarlehen gilt eine gesetzliche Obergrenze von 6 Prozent, die ab der Zuteilung 20 Jahre lang wirkt. Steigen die Marktzinsen darüber, bleibt der Bauspardarlehenszins gedeckelt. Diese Zinssicherheit schützt vor einem Zinsschock und macht die Rate planbar.
Wie viel kann man als Bauspardarlehen bekommen?
Seit 1. Jänner 2026 sind bis zu 310.000 Euro pro Person möglich, zuvor waren es 300.000 Euro. Bei einem Paar mit zwei Verträgen erhöht sich die mögliche Summe auf bis zu 620.000 Euro. Die tatsächliche Höhe hängt von Vertragssumme, angespartem Betrag und Bonität ab.
Wie viel muss man ansparen?
Je nach Tarif rund 40 bis 50 Prozent der vereinbarten Bausparsumme. Ist dieser Anteil über die Ansparphase – meist sechs Jahre – erreicht, entsteht der Anspruch auf das Darlehen. Bei der Zuteilung wird die Differenz zwischen Vertragssumme und angespartem Betrag als Darlehen ausbezahlt.
Wofür darf man ein Bauspardarlehen verwenden?
Nur für Wohnzwecke: für die Schaffung, Sanierung oder Erweiterung von Wohnraum, etwa Grundstückskauf, Hausbau sowie Wohnungs- oder Hauskauf. Es ist zweckgebunden und kann nicht wie ein Konsumkredit frei verwendet werden. Diese Bindung ist der Preis für die günstigen, zinssicheren Konditionen.
Für wen eignet sich ein Bauspardarlehen?
Für alle, die Wert auf Zinssicherheit legen und einen planbaren Baustein in ihrer Finanzierung wollen. Besonders in Zeiten schwankender Zinsen bringt der gedeckelte Zinssatz Stabilität. Meist wird das Bauspardarlehen mit Eigenkapital und einem Bankkredit zur Gesamtfinanzierung kombiniert.