Ein Hochbeet ist der Traum vieler Gärtner: rückenschonend im Stehen bearbeitbar, früher erntereif und dank der Verrottung im Inneren ertragreicher als ein normales Beet. Selbst gebaut aus Lärchenholz kostet es beim Material rund 130 bis 265 Euro und ist an einem Wochenende fertig. Wichtig sind die richtige Holzwahl, ein Schutz gegen Wühlmäuse und der schichtweise Aufbau der Füllung – dann liefert das Hochbeet jahrelang gutes Gemüse.
Standort und Maße
Ein Hochbeet steht am besten sonnig und mit der Längsseite nach Süden. Bei der Höhe entscheidet die Körpergröße: Bis 160 cm Größe sind rund 70 cm Beethöhe angenehm, bis 180 cm etwa 80 cm, darüber rund 90 cm. Die Breite sollte 120 cm nicht überschreiten – sonst erreicht man die Mitte des Beets von den Seiten nicht mehr bequem. Eine praktische Standardgröße ist 120 x 150 cm bei 80 cm Höhe.
Das richtige Holz
Für die Umrandung eignen sich heimische, witterungsbeständige Harthölzer wie Lärche, Douglasie oder Robinie. Günstiges Fichtenholz verrottet dagegen schnell. Wichtig: Das Holz sollte naturbelassen sein, ohne Imprägnierung oder Lack – denn diese Stoffe könnten in die Erde und ins Gemüse gelangen. Das gilt ähnlich wie bei einem selbst gebauten Bett oder anderen Selbstbau-Projekten.
Der Aufbau
Nach dem Zusammenbau des Rahmens schützen zwei Einlagen das Beet:
- Wühlmausgitter: Ein engmaschiges Drahtgeflecht mit maximal 13 mm Maschenweite kommt auf den Boden und wird an den Seiten rund 20 cm hochgezogen und festgetackert – so kommen keine Nager von unten ins Beet.
- Noppenfolie: Die Innenseiten werden mit Noppenfolie ausgekleidet, wobei die Noppen zum Holz zeigen. So entsteht ein belüftender Luftspalt, der das Holz vor der feuchten Erde schützt und die Lebensdauer verlängert.
Schichtweise befüllen
Das Herz des Hochbeets ist die Füllung, die von unten nach oben geschichtet wird und durch Verrottung Wärme und Nährstoffe liefert:
- Unten grobe Äste und Zweige (20 bis 30 cm) als Drainage- und Belüftungsschicht,
- Laub und Grasschnitt (15 bis 20 cm) als Füllschicht,
- halbreifer Kompost (15 bis 20 cm),
- oben hochwertige Pflanzerde (20 bis 30 cm) für die Wurzeln.
Die untersten Schichten verrotten mit der Zeit, wodurch das Beet absackt – einmal jährlich sollte man daher oben Kompost und Erde nachfüllen. Eine bebilderte Anleitung bietet die Umweltberatung.
Die Bepflanzung
Im ersten Jahr ist der Nährstoffgehalt am höchsten – dann gedeihen Starkzehrer wie Tomaten, Gurken, Zucchini, Kürbis oder Kohl besonders gut. In den Folgejahren, wenn die Nährstoffe abnehmen, folgen Mittel- und Schwachzehrer wie Salat, Kräuter, Radieschen oder Bohnen. So nutzt man die natürliche Nährstoffkurve des Hochbeets optimal aus.
Hochbeet Kosten 2026
| Position | Kosten (ca.) |
|---|---|
| Lärchenholz (120 x 150 cm, 80 cm hoch) | 80 – 150 € |
| Schrauben und Winkel | 10 – 30 € |
| Noppenfolie | 10 – 15 € |
| Wühlmausgitter | 10 – 20 € |
| Erde und Substrat | 20 – 50 € |
| gesamt | 130 – 265 € |
Häufige Fragen zum Hochbeet
Wie hoch und breit sollte ein Hochbeet sein?
Die Höhe richtet sich nach der Körpergröße: rund 70 cm bis 160 cm Größe, 80 cm bis 180 cm und 90 cm darüber. Die Breite sollte 120 cm nicht überschreiten, damit man die Mitte des Beets von beiden Seiten bequem erreicht.
Welches Holz eignet sich für ein Hochbeet?
Heimische, witterungsbeständige Harthölzer wie Lärche, Douglasie oder Robinie. Günstige Fichte verrottet schnell. Das Holz sollte naturbelassen und ohne Imprägnierung oder Lack sein, damit keine Schadstoffe in die Erde und ins Gemüse gelangen.
Wie wird ein Hochbeet richtig befüllt?
Von unten nach oben: zuerst grobe Äste und Zweige (20-30 cm) als Drainage, dann Laub und Grasschnitt (15-20 cm), darüber halbreifer Kompost (15-20 cm) und ganz oben hochwertige Pflanzerde (20-30 cm). Die Verrottung der unteren Schichten liefert Wärme und Nährstoffe.
Wozu dienen Wühlmausgitter und Noppenfolie?
Das Wühlmausgitter am Boden hält Nager von unten fern, die Noppenfolie an den Innenwänden schützt das Holz vor der feuchten Erde. Bei der Folie zeigen die Noppen zum Holz, damit ein belüftender Luftspalt entsteht und das Holz länger hält.
Was kostet ein selbst gebautes Hochbeet?
Ein Hochbeet aus Lärchenholz in Standardgröße (120 x 150 cm, 80 cm hoch) kostet beim Material rund 130 bis 265 Euro – inklusive Holz, Schrauben, Noppenfolie, Wühlmausgitter und Erde. Selbst gebaut ist es deutlich günstiger als ein fertiges Modell.
Was pflanzt man im ersten Jahr ins Hochbeet?
Im ersten Jahr ist der Nährstoffgehalt am höchsten, daher eignen sich Starkzehrer wie Tomaten, Gurken, Zucchini, Kürbis und Kohl. In den Folgejahren mit abnehmenden Nährstoffen folgen Mittel- und Schwachzehrer wie Salat, Kräuter und Radieschen.
Warum sackt die Füllung im Hochbeet ab?
Weil die unteren Schichten aus Ästen, Laub und Kompost mit der Zeit verrotten und dabei an Volumen verlieren. Das ist normal und sogar erwünscht, weil dabei Nährstoffe frei werden. Einmal jährlich sollte man oben Kompost und Erde nachfüllen.
