
Rasengittersteine machen eine Fläche befahrbar, ohne sie zu versiegeln – das Regenwasser versickert weiter im Boden. Für die Hauseinfahrt, den Stellplatz oder die selten genutzte Feuerwehrzufahrt sind sie damit die ökologische Alternative zum durchgehenden Pflaster. Verlegt kosten sie je nach Aufwand rund 50 bis 150 Euro pro Quadratmeter, das Steinmaterial selbst ist mit 5 bis 15 Euro pro Quadratmeter günstig. Wer den Unterbau richtig aufbaut, hat jahrzehntelang eine tragfähige, grüne Fläche.
Beton oder Kunststoff?
Rasengittersteine gibt es in zwei Materialvarianten, die sich in Belastbarkeit, Verlegung und Preis unterscheiden:
- Beton: Die robuste Variante aus Normalbeton hält höheren Lasten stand und ist die richtige Wahl, wenn regelmäßig ein Auto oder ein schweres Fahrzeug darüberfährt. Sie braucht dafür einen tragfähigen Unterbau. Materialkosten: etwa 5 bis 7 Euro pro Quadratmeter.
- Kunststoff: Die leichteren Gitter aus Recyclingkunststoff werden oft direkt auf den vorbereiteten Boden gelegt und benötigen weniger Unterbau. Sie eignen sich für gering belastete Flächen. 3 cm starke Gitter kosten rund 9 Euro, 5 cm starke etwa 15 Euro pro Quadratmeter.
Wo Rasengittersteine eingesetzt werden
Das Einsatzspektrum ist breit: Hauseinfahrten und PKW-Stellplätze, selten befahrene Feuerwehr- und Zufahrten, Böschungen zur Hangsicherung, Gartenwege sowie befestigte Bereiche für Mülltonnen oder Wohnmobile. Auch als Bodenschutz für Pferde auf Paddocks sind sie beliebt, weil sie die Grasnarbe vor schweren Hufen schützen. Der gemeinsame Nenner: eine Fläche soll tragfähig werden, aber grün und wasserdurchlässig bleiben.
Aufbau und Verlegung
Die Tragfähigkeit steht und fällt mit dem Unterbau. Für eine mit dem PKW befahrene Einfahrt ist ein Aufbau von rund 38 Zentimetern üblich. So gehen Sie vor:
- Ausheben: Den Boden je nach Belastung 25 bis 50 Zentimeter tief ausheben und den Untergrund mit Walze oder Rüttelplatte gründlich verdichten.
- Tragschicht: Eine rund 20 Zentimeter dicke Schicht Schotter in der Körnung 16/32 einbringen und verdichten. Sie nimmt die Last auf und lässt Wasser versickern.
- Ausgleichsschicht: Darauf ein Gemisch aus Sand, Splitt und etwas Mutterboden als dünne, ebene Bettung verteilen.
- Steine verlegen: Die Gittersteine im Verband auslegen und mit der Rüttelplatte (mit Gummimatte) einrütteln. Randsteine geben der Fläche Halt.
- Verfüllen: Die Kammern mit Rasensubstrat und Saatgut füllen – für begrünte Optik – oder mit Splitt, wenn eine höhere Belastung und weniger Pflege gewünscht sind.
Wer statt einer grünen Fläche einen durchgehend befestigten Belag möchte, findet im Ratgeber zum Pflastersteine verlegen die passende Anleitung.
Vorteil Versickerung: weniger Versiegelung
Der größte Pluspunkt ist ökologischer Natur. Weil Regenwasser zwischen den Steinen im Boden versickert, statt in den Kanal zu fließen, entlasten Rasengittersteine die Kanalisation und können die Niederschlagswassergebühren senken. Gleichzeitig wirken sie der Bodenversiegelung entgegen, die in Österreich ein wachsendes Umweltproblem ist: Versiegelte Flächen können kein Wasser mehr aufnehmen, heizen sich auf und gehen als Lebensraum verloren. Hintergründe dazu liefert die Umweltberatung. Bei schweren, bindigen Böden, die schlecht versickern, sollte allerdings eine Drainage oder eine Versickerungsfläche eingeplant werden.
Rasengittersteine Kosten 2026
| Position | Kosten (ca.) |
|---|---|
| Betongittersteine (Material) | 5 – 7 €/m² |
| Kunststoffgitter (Material, 3 – 5 cm) | 9 – 15 €/m² |
| einfache Verlegung ohne großen Aushub | 40 – 60 €/m² |
| komplett mit Unterbau, Randsteinen, Material | 80 – 150 €/m² |
Wer selbst ausheben und verlegen kann, spart einen großen Teil der Arbeitskosten – der Unterbau muss dann aber sorgfältig verdichtet werden, sonst sackt die Fläche unter Last ab.
Häufige Fragen zu Rasengittersteinen
Was kosten Rasengittersteine pro m²?
Das Material kostet bei Beton rund 5 bis 7 Euro, bei Kunststoff 9 bis 15 Euro pro Quadratmeter. Fertig verlegt liegt der Preis je nach Aufwand bei 50 bis 150 Euro pro Quadratmeter – einfache Flächen ohne großen Aushub ab etwa 40 bis 60 Euro.
Beton oder Kunststoff – was ist besser?
Beton hält höheren Lasten stand und ist die richtige Wahl für regelmäßig befahrene Einfahrten, braucht aber einen tragfähigen Unterbau. Kunststoff ist leichter, einfacher zu verlegen und günstiger im Unterbau, eignet sich aber eher für gering belastete Flächen.
Wie tief muss der Unterbau für eine Einfahrt sein?
Für eine mit dem PKW befahrene Einfahrt ist ein Gesamtaufbau von rund 38 Zentimetern üblich: etwa 25 Zentimeter verdichtete Schottertragschicht, eine dünne Ausgleichsschicht und der rund 10 Zentimeter hohe Stein. Bei stärkerer Belastung wird tiefer ausgehoben.
Kann Regenwasser durch Rasengittersteine versickern?
Ja, das ist ihr Hauptvorteil. Das Wasser versickert zwischen den Steinen im Boden, statt in den Kanal zu fließen. Das entlastet die Kanalisation, kann die Niederschlagswassergebühr senken und wirkt der Bodenversiegelung entgegen. Bei schweren, bindigen Böden ist eine zusätzliche Drainage sinnvoll.
Womit füllt man die Kammern der Rasengittersteine?
Entweder mit Rasensubstrat und Saatgut für eine begrünte Fläche oder mit Splitt für eine pflegeleichtere, stärker belastbare Variante. Die begrünte Version braucht Mähen und gelegentliches Wässern, sieht dafür natürlicher aus.
Kann man Rasengittersteine selbst verlegen?
Ja, mit handwerklichem Geschick ist das möglich und spart Arbeitskosten. Wichtig ist der sorgfältig verdichtete Unterbau, sonst sackt die Fläche unter Last ab. Für den Aushub und das Verdichten sind Rüttelplatte oder Walze nötig, die sich mieten lassen.
Sind Rasengittersteine für schwere Fahrzeuge geeignet?
Betongittersteine mit ausreichend dimensioniertem Unterbau tragen auch schwere Fahrzeuge und werden daher für Feuerwehrzufahrten und Wohnmobilstellplätze verwendet. Entscheidend ist die Tiefe und Verdichtung der Tragschicht – je schwerer die Last, desto stärker muss der Unterbau ausfallen.