Der Rollladen kann viel mehr als nur verdunkeln: Er hält im Winter Wärme im Haus, im Sommer die Hitze draußen, dämpft Lärm und erschwert Einbrechern die Arbeit. Je nach Material und Antrieb kostet er zwischen etwa 160 und 800 Euro pro Fenster. Ein PVC-Rollladen mit Gurt ist die günstigste Lösung, ein elektrischer Aluminium-Rollladen mit Funksteuerung die komfortabelste. Wer nachrüstet, greift am besten zum Vorbaurollladen – er lässt sich montieren, ohne die Fassadendämmung anzutasten.
So ist ein Rollladen aufgebaut
Ein moderner Rollladen besteht aus wenigen Teilen: dem Panzer aus miteinander verbundenen Lamellen, der sich oben im Kasten um eine Welle wickelt, den seitlichen Führungsschienen und dem Antrieb. Bei der Kastenform entscheidet die Einbausituation:
- Vorbaurollladen: Der Kasten sitzt außen sichtbar über dem Fenster – die typische Lösung zum Nachrüsten, weil die Fassadendämmung unberührt bleibt.
- Aufsatzrollladen: Der Kasten sitzt auf dem Fensterrahmen und wird von außen eingeputzt – ideal im Neubau.
- Unterputz- oder Vorbaukasten im Altbau: in die Wand integriert, oft bei Sanierungen vorgefunden.
Kunststoff oder Aluminium?
Das Material des Panzers bestimmt Preis und Eigenschaften. Kunststoff (PVC) ist günstig, leicht und pflegeleicht – die Standardwahl für normale Fenster. Aluminium ist stabiler, langlebiger und mit Ausschäumung besser dämmend; es eignet sich für große Flächen und dort, wo Einbruchschutz zählt. Holz spielt heute vor allem bei traditionellen Fassaden eine Rolle. Die Preise pro Fenster liegen etwa bei:
- PVC: rund 160 bis 330 Euro,
- Aluminium: rund 200 bis 400 Euro,
- Holz: rund 250 bis 470 Euro.
Die Antriebsarten
Beim Antrieb reicht die Spanne vom Gurt bis zur App:
- Manuell mit Gurtwickler oder Kurbel – günstig und ohne Strom, aber weniger komfortabel.
- Elektrisch mit Rohrmotor – Knopfdruck statt Muskelkraft. Ein einfacher Motor beginnt bei etwa 90 Euro, mit Funk und höherem Drehmoment bis rund 400 Euro.
- Funk und Smart-Home mit Zeitschaltung, Sonnen- und Windautomatik oder Steuerung per App.
Komplett elektrische Rollläden kosten inklusive Fenster meist 400 bis 800 Euro pro Stück; die Nachrüstung eines vorhandenen Rollladens mit Motor liegt bei etwa 200 bis 600 Euro. Für den beweglichen Sonnenschutz mit verstellbaren Lamellen ist der Raffstore die Alternative, für Terrasse und Balkon die Markise.
Mehr als Verdunkelung: die Vorteile
Der geschlossene Rollladen bildet ein Luftpolster vor der Scheibe und verbessert dadurch die Wärmedämmung in der kalten Jahreszeit spürbar. Im Sommer hält er als außenliegender Schatten die Hitze ab, bevor sie ins Zimmer gelangt. Dazu kommen Verdunkelung fürs Schlafzimmer, ein gewisser Schallschutz und der Einbruchschutz: Elektrische Rollläden sind serienmäßig mit einer Hochschiebesicherung ausgestattet, die das gewaltsame Hochschieben erschwert. Den größten Schutz bieten sie im Zusammenspiel mit einbruchhemmenden Fenstern der Widerstandsklasse RC2 – Tipps zur Kriminalprävention gibt das Portal oesterreich.gv.at. Wie der Rollladen mit dem Fenster zusammenspielt, plant man am besten gemeinsam.
Häufige Fragen zum Rollladen
Was kostet ein Rollladen pro Fenster?
Je nach Material und Antrieb etwa 160 bis 800 Euro. Ein PVC-Rollladen kostet rund 160 bis 330 Euro, Aluminium 200 bis 400 Euro, Holz 250 bis 470 Euro. Komplett elektrische Rollläden liegen meist bei 400 bis 800 Euro pro Fenster, je nach Größe und Steuerung.
Kunststoff oder Aluminium – was ist besser?
Kunststoff ist günstig, leicht und pflegeleicht und reicht für normale Fenster. Aluminium ist stabiler, langlebiger und mit Ausschäumung besser dämmend – die bessere Wahl für große Flächen und wo Einbruchschutz wichtig ist. Holz eignet sich vor allem für traditionelle Fassaden.
Kann man Rollläden nachrüsten?
Ja, am einfachsten mit einem Vorbaurollladen. Sein Kasten sitzt außen über dem Fenster, sodass die Fassadendämmung unberührt bleibt. Auch ein vorhandener Rollladen lässt sich mit einem Motor nachrüsten – das kostet je Fenster etwa 200 bis 600 Euro.
Verbessert ein Rollladen die Wärmedämmung?
Ja. Der geschlossene Panzer bildet ein Luftpolster vor der Scheibe und verringert so den Wärmeverlust im Winter. Im Sommer hält er als außenliegender Schatten die Hitze ab. Rollläden verbessern dadurch den Wohnkomfort und entlasten Heizung wie Kühlung.
Bieten Rollläden Einbruchschutz?
Sie erschweren den Einbruch. Elektrische Rollläden sind serienmäßig mit einer Hochschiebesicherung ausgestattet, die das gewaltsame Hochschieben verhindert. In stabiler Aluminium-Ausführung mit zusätzlicher Sicherung bieten sie einen echten Mehrwert, ersetzen aber keine geprüfte einbruchhemmende Verglasung.
Welcher Antrieb ist der richtige?
Für den kleinen Geldbeutel genügt der Gurtwickler. Komfortabler ist ein elektrischer Rohrmotor, der ab etwa 90 Euro zu haben ist. Wer mehrere Rollläden zentral, per Zeitschaltung oder App steuern und mit Sonnen- und Windautomatik ausstatten möchte, wählt eine Funk- oder Smart-Home-Lösung.