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    Rigipswand selber aufbauen – so geht es richtig

    Bauen · Aktualisiert am 13. Juli 2026

    Zuschnitt einer Rigipsplatte mit Cuttermesser für eine Trockenbauwand

    Eine Rigipswand teilt einen Raum in wenigen Stunden – ohne Mörtel, ohne lange Trocknungszeit und mit überschaubarem Werkzeug. Sie besteht aus einem Ständerwerk, das beidseitig mit Gipskartonplatten beplankt wird, und lässt sich ebenso leicht wieder entfernen. Damit die Wand am Ende gerade steht, schalldicht ist und keine Risse bekommt, kommt es auf drei Dinge an: eine saubere Unterkonstruktion, eine Dämmung im Hohlraum und sorgfältig verspachtelte Fugen. So gelingt sie auch dem Heimwerker.

    Die Unterkonstruktion

    Zuerst entsteht das Ständerwerk. Es besteht entweder aus Metallprofilen (waagrechte UW-Profile an Boden und Decke, senkrechte CW-Profile als Ständer) oder aus Holzlatten. Metall ist maßhaltig, unempfindlich gegen Feuchte und heute Standard; Holz ist etwas günstiger und einfacher zu verarbeiten, kann aber arbeiten. Die senkrechten Ständer setzt man im Abstand des Plattenrasters – meist 62,5 Zentimeter -, damit jede Plattenkante auf einem Profil sitzt. Die CW-Ständer schneidet man dabei rund 1,5 Zentimeter kürzer als die Raumhöhe zu, damit sie sich spannungsfrei einstellen lassen. Wichtig ist, die Boden- und Deckenprofile mit der Wasserwaage exakt lotrecht übereinander auszurichten. Eine bebilderte Schritt-für-Schritt-Anleitung bietet das DIY-Magazin Selbst ist der Mann.

    Dämmung einlegen

    Bevor die zweite Seite geschlossen wird, gehört in den Hohlraum eine Dämmung aus Mineralwolle. Sie ist kein Luxus, sondern der Grund, warum eine Trockenbauwand nicht hellhörig ist: Der eingelegte Dämmstoff schluckt den Schall und verbessert nebenbei den Wärmeschutz zwischen den Räumen. Die Matten werden satt und fugenlos zwischen die Ständer geklemmt, sodass keine Hohlstellen bleiben.

    Beplanken mit Gipskartonplatten

    Nun werden die Gipskartonplatten aufgeschraubt. Zuschneiden ist einfach: mit dem Cuttermesser anritzen, die Platte über der Kante brechen, den Karton der Rückseite durchtrennen. Verschraubt wird mit Schnellbauschrauben im Abstand von rund 25 Zentimetern, die Schraubenköpfe leicht versenkt. Ein paar Grundregeln:

    • Die Platten der beiden Wandseiten versetzt anordnen, damit keine durchgehenden Fugen entstehen.
    • Für mehr Stabilität und Schallschutz doppelt beplanken – die zweite Lage überdeckt die Fugen der ersten.
    • In Bad und Küche imprägnierte Platten (grün) verwenden.
    • Wo später schwere Lasten hängen sollen, gleich ein Traglattung oder Verstärkungsprofil einbauen.
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    Verspachteln und schleifen

    Der letzte Schritt entscheidet über das Ergebnis. Die Fugen werden mit Spachtelmasse gefüllt, in die man ein Bewehrungsband oder Fugendeckstreifen einbettet – das verhindert Risse. Auch die versenkten Schraubenköpfe werden überspachtelt. Nach dem Trocknen glatt schleifen, bei höheren Ansprüchen ein zweites Mal fein verspachteln. Vor dem Streichen oder Tapezieren die Fläche grundieren, damit der saugende Gipskarton die Farbe gleichmäßig annimmt. Eine Trockenbauwand ist damit eine dankbare Aufgabe in Eigenleistung.

    Häufige Fragen zur Rigipswand

    Wie baut man eine Rigipswand auf?

    Zuerst ein Ständerwerk aus Metallprofilen oder Holzlatten lotrecht aufstellen, dann eine Seite mit Gipskartonplatten beplanken. In den Hohlraum kommt Mineralwolle, danach wird die zweite Seite geschlossen. Zum Schluss werden die Fugen mit Bewehrungsband verspachtelt, geschliffen und grundiert.

    In welchem Abstand setzt man die Ständer?

    Üblich sind 62,5 Zentimeter, also die halbe Plattenbreite. So sitzt jede Plattenkante auf einem Ständer, und die Fläche wird stabil. Bei höheren Wänden oder schwereren Lasten kann ein engerer Abstand sinnvoll sein. Boden- und Deckenprofil müssen exakt lotrecht übereinanderstehen.

    Braucht eine Rigipswand eine Dämmung?

    Ja, unbedingt. Ohne Dämmung im Hohlraum ist eine Trockenbauwand hellhörig. Eine satt eingelegte Mineralwolle schluckt den Schall und verbessert zugleich den Wärmeschutz zwischen den Räumen. Sie ist der wichtigste Grund, warum eine gut gebaute Rigipswand angenehm leise ist.

    Metall- oder Holzständerwerk?

    Metallprofile aus CW- und UW-Profilen sind maßhaltig, feuchteunempfindlich und heute Standard. Holzlatten sind günstiger und einfacher zu verarbeiten, können aber bei Feuchte arbeiten und sich verziehen. Für die meisten Innenwände ist das Metallständerwerk die zuverlässigere Wahl.

    Welche Platten für Bad und Küche?

    In Feuchträumen wie Bad und Küche verwendet man imprägnierte Gipskartonplatten, erkennbar an der grünen Färbung. Sie sind gegen Luftfeuchte widerstandsfähiger als Standardplatten. Für die Wand hinter Dusche oder Wanne empfiehlt sich zusätzlich eine Abdichtung vor dem Verfliesen.

    Kann man an einer Rigipswand schwere Dinge aufhängen?

    Leichtes hält mit Hohlraumdübeln. Für schwere Lasten wie Hängeschränke sollte man aber schon beim Bau eine Traglattung oder ein Verstärkungsprofil zwischen den Ständern einplanen, an dem die Befestigung Halt findet. Nachträglich ist das nur mit größerem Aufwand möglich.

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